Im Viertelfinale war Schluss für die RESG

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Gegen Darmstadt war im Playoff Viertelfinale Schluss für die RESG. Trainer Günther Szalek stand als Trainer das letzte Mal hinter der Bande (Foto: Ralf Isselhorst)
Duisburg: Sporthalle Beckersloh | Nis Koch schoss seine Mannschaft mit sieben Toren alleine ins Halbfinale

Ziel war es von Trainer Günther Szalek und seiner Mannschaft mindestens ein Finale zu erreichen. Nach dem frühen Aus im Pokal ist auch in der Meisterschaft jetzt Schluss. Der RSC Darmstadt entschied das dritte Spiel für sich und trifft im Halbfinale auf Germania Herringen.

Voll war es an beiden Tagen in der Halle Beckersloh. Die Walsumer Fans glaubten an ihr Team und an die Wende. Nach der Niederlage in Darmstadt musste am Samstag unbedingt gewonnen werden, damit es am Sonntag ein Entscheidungsspiel geben würde. Das Spiel am Samstag hatte die RESG voll unter Kontrolle gehabt und machte den Sieg schon zur Halbzeit perfekt. Am Ende konnte man mit 7:4 gewinnen und man traf sich 24 Stunden später an gleicher Stelle wieder. Das ausgerechnet das Entscheidungsspiel, dass letzte Spiel von Trainer Günther Szalek sein sollte, hat wohl so auch niemand erwartet. Die Enttäuschung nach den 50 gespielten Minuten war riesig. Die Spieler kauerten auf dem Hallenboden und haben ihre Köpfe gar nicht mehr hochbekommen, die Fans quittierten die Leistung nach dem Spiel mit Applaus.
Allerdings hatte man sich in dieser Spielzeit soviel mehr erhofft. Den Titel werden wieder andere unter sich aus machen. Nach dem Halbfinale im letzten Jahr, ist dieses Mal schon im Viertelfinale Schluss, der Tabellensiebte schlug den Tabellenzweiten. Nicht ganz glücklich waren die Fans mit dem Schiedsrichtergespann Thomas Ullrich und Thoms Ehlert. Manche Entscheidungen waren nicht ganz nachvollziehbar gewesen. Sebastian Haas nahm der Kritik aber den Wind aus den Segeln: „An den Schiedsrichtern lag es nicht, dass wir verloren und ausgeschieden sind.“ Eine ehrliche Einschätzung von ihm, was auf das gesamte Team zutrifft. Was hat an diesem Tag gefehlt zum Weiterkommen? Trainer Günther Szalek hatte eine Erklärung parat: „Die Mannschaft ist nicht in der Lage, in den entscheidenden Momenten die Leistung abzurufen, die von ihr verlangt wird. In der ersten Halbzeit waren wir zu Hecktisch und haben unsere Coolness nicht behalten.“ Mann des Spiels war ohne Frage der Darmstädter Nils Koch, der sein Team im Alleingang ins Halbfinale schoss und alle sieben Tore beisteuerte. Ein Torjäger, wie er im Buche steht.

Zur Halbzeit führten die Hessen schon mit 1:4, obwohl die RESG den besseren Start erwischte und in der zweiten Minute durch Felipe Sturla mit 1:0 in Führung gingen. In der 14. und 15. Spielminute gab es für Nuno Rilhas und Felipe Sturla jeweils die blaue Karte. Die Unterzahl nutzte Koch und traf binnen zwei Minuten zweimal. Für die zweite Halbzeit wollten die Roten Teufel eine Aufholjagd einleiten, als erstes traf aber wieder Koch zum 1:5. Die RESG kam durch Sebastian Haas und Felipe Sturla nochmal auf 3:5 heran, am Ende reichte es aber nicht um die 5:7 Niederlage abzuwenden. Vom Punkt lief es für die RESG an diesem Tag überhaupt nicht und ein Penalty nach dem anderen wurde verschossen. Wenn die Penaltys drin gewesen wären, dann wäre die Walsumer jetzt im Halbfinale. So geht es jetzt schon in die Sommerpause, in der einige Veränderungen anstehen werden. Trainer Günther Szalek wird auf die Tribüne wandern und nicht mehr hinter der Bande als Trainer stehen. Er wird sich als Sportlicher Leiter um neue Aufgaben kümmern müssen.
Der Positionswechsel stand schon länger fest, trotz allem sagte er nach dem Schlusspfiff: „Nach der Niederlage wäre ich ohnehin zurückgetreten.“ So endet Szaleks dreijährige Amtszeit als Trainer, wobei er anmerkt: „Ich bin froh, dass es vorbei ist. Egal wer mein Nachfolger wird, ich hoffe er kann in einem besseren Umfeld arbeiten.“ Die Aufgaben für den neuen Cheftrainer werden nicht weniger. Die Zeit ohne Titel am Beckersloh muss irgendwann ein Ende finden. Die Sehnsucht nach einem Triumph ist und bleibt weiterhin groß. In der Sommerpause, die bis September dauert, wird sich im Kader sicher noch was tun. Wer bleibt? Wer geht? Kommen neue Spieler in den Verein? Der Vorstand wird in den nächsten Monaten einige Gespräche führen müssen. Ein Sommerturnier ist in Planung, um die Rollhockey freie Zeit etwas zu überbrücken.
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