Kolumne Funsport

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Funsportarten haben oft Freizeitsportcharakter. Man kann sie häufig ohne viel Aufwand betreiben, ohne größeren Organisationsaufwand und vor allem: wo und wann man möchte. Ringreihen, Bobby-Car-Rennen und Kettcar-Rennen sind in diesem Zusammenhang genauso zu nennen wie Skateboarding / Rollbrettrennen, Inlineskating, Stunt Pogo, Frisbee-Werfen, Bumerang-Werfen und vieles mehr.

Der Biegerpark im Grenzgebiet zwischen Huckingen und Wanheim-Angerhausen hat sich zu einem überörtlich relevanten Veranstaltungsort für Spaßsportarten entwickelt.

Ausgangspunkt war der Reitverein, der direkt neben dem Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium liegt. "Wir haben vor einigen Jahren einen Tag der offenen Tür gehabt," berichtet Karlmann Chlodwig Fürst von Möh-Rad. "Natürlich haben wir unser Angebot für Kinder und Jugendliche - Ponyreiten, Therapeutisches Reiten, Voltigieren und so etwas gezeigt. Für extravagante Sachen wie Berittenes Bogenschießen oder Military fehlt uns allerdings Platz, Raum und Geld.

Auch ein kleines Ritterturnier war schnell organisiert. Andere Leute mit einer Lanze vom Pferd zu stoßen kann ja nicht so schwer sein - dachte man. "Als Ordnungsamt und Tierschützer auf unsere Pläne aufmerksam wurden, wollten die natürlich auch beteiligt sein. Sie glauben gar nicht, wieviel tierschutzrechtliche Bestimmungen eingehalten werden müssen."

Einmal organisierte der Reitverein das Fest - man hattes es ja der Öffentlichkeit versprochen. Dann verabschiedete man sich aber schnell wieder davon.

Deutschlandweit gibt es die Deutsche Gesellschaft für Gesellschaftsspiele, Funsport und Freizeitbewegung; sie ist auch mit einem Ortsverein in Duisburg vertreten. "Die Gesellschaft war auf unsere Bemühungen aufmerksam geworden," blickt der Fürst zurück. Was sich als Glücksfall herausstellen sollte.

"Bietet doch Planwagenfahrten, Kutschenfahrten, Ausbildungen zum Tierwirt oder Zirkuspferdausbildungen an," so lautete der Ratschlag der Freizeitorganisatoren. Wie wichtiger war aber noch das Angebot: "Den Rest machen wir. Der Biegerhof ist mehr als Grillen und Biergarten."

Der Verein führt die oben genannten Sportarten durch; Sachen wie Seifenkistenrennen, Luftgitarrenkonzerte oder Totempfahlausstellungen kommen hinzu. "Wir überlegen, wie wir Freihandklettern oder Bungeespringen organisieren werden," berichtet Theobald Willibert Graf Mötax. "Was wir auf jeden Fall starten werden, sind Weltrekordversuche für das Guiness Buch der Rekorde: den größten Schneemann, den längsten Christstollen, das längste durchgehende Schuhplattlern, ein langes Kuhglockenkonzert mit vielen Teilnehmern, Straußeneierwettessen, Wettbewerbe mit Modelleisenbahnen, RItterburgen, Carrerabahnen und Dominosteine-umfallen-lassen - Sie wissenschon, alles was Jungen und ihren Vätern Spaß macht und Zuschauer anlockt."

Das Kultur- und Freizeitzentrum Mündelheim hat sich inzwischen als zweites Standbein des Vereins entwickelt. Dort sind die Gesellschaftsspiele untergebracht. Karten- und Brettspiele gibt es vor allem; "eigentlich wollten wir auch Automatenspiele und Computerspiele unterbringen. Dafür reichen aber unsere Räumlichkeiten nicht."

Mensch ärgere dich nicht, Backgammon, Memory, Scrabble, Schach - es gibt viele Gesellschaftsspiele. Aber ein Wettkampfcharakter? "Der war ursprünglich auch nicht vorgesehen. Es ging uns um Freizeitbeschäftigung, Geselligkeit und Unterhaltung. Erst als auch Gruppen aus dem Norden Düsseldorfs anfragten, ob sie einen Unterschlupf bei uns bekommen könnten, haben wir angefangen, kleine Turniere auszurichten. Wir sind auch zu Veranstaltungen in anderen Stadtteilen, dann sogar in andere Städte gefahren. Es hat sich so ergeben..."
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