Rote Teufel fegen Bisons vom Parkett

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Hatten beim Viertelfinalsieg gegen Calenberg reichlich zu jubeln, Sebastian Haas, Xavier Berruezo und Miguel Vila (Foto: Ralf Isselhorst)
 
Die Mannschaft der Bisons leistete keine große Gegenwehr und ergaben sich früh ihrem Schicksal (Foto: Ralf Isselhorst)
Duisburg: Halle Beckersloh | Spielbericht Rollhockey – DRIV – Pokal Viertelfinale

RESG Walsum – SC Bison Calenberg (9:1) 17:2

Wie erwartet stellten die Calenberger keine allzu große Hürde dar für die RESG. Mit 9:1 ging es in die Halbzeit, auch wenn im zweiten Durchgang etwas nachgelassen wurde sahen die Zuschauer in der Halle Beckersloh noch einige sehr schön herausgespielte Tore.

Leistungssträger Felipe Sturla wurde vor dem Spiel auf der Bank und auf dem Feld vermisst, er musste sich am Spieltag krankheitsbedingt mit Magen – Darm abmelden. Die Bisons hatten von der ersten Minute an Probleme mit dem hohen Tempo mitzuhalten, auch wenn Milan Brandt die Gallionsfigur der Calenberger war, ist es schwer nachzuvollziehen wie das Leistungsgefälle nach seinem Weggang so nach unten rauschen konnte. Der Zweitligist aus Marl fing sich im Achtelfinale ebenfalls 17 Gegentore, hat im Gegenzug allerdings auch eins mehr geschossen. Miguel Vila hatte sich für das Spiel einiges vorgenommen, schließlich war ein Großteil seiner Familie in der Halle um sich das Spiel anzuschauen. Vila legte in der sechsten Minute auf Haas auf, der das 1:0 erzielte. Mateus Luther bestrafte einen Fehler im Walsumer Aufbauspiel eiskalt und traf zum 1:1 in der 9. Minute. Vila und Haas korrigierten den Fehler mit einem Doppelpack in der 10. Minute und erhöhten auf 3:1. Xavier Berruezo versuchte sein Glück in der 13. Minute mit einem Penalty, den ersten Versuch konnte Roman Kaas entschärfen, der Nachschuss war dann
aber drin. Der Calenberger Torhüter hatte das ganze Spiel über zu tun und sein Team kann sich bei ihm bedanken, dass das Ergebnis nicht noch höher ausgefallen ist. Das portugiesische Duo sorgte für den nächsten Treffer, indem Pedro Queiros den Ball im richtigen Moment auf Nuno Rilhas auflegte, der in der 19. Minute das 5:1 erzielte. Pedro Queiros avancierte in dem Spiel als Torvorbereiter, zwei Minuten später legte er für Xavier Berruezo auf, der zum 6:1 traf. In der 22. Minute belohnte sich Queiros dann selber mit seinem ersten Treffer zum 7:1, eine Minute später traf er erneut zum 8:1. Auf die Sekunde genau konnte Christopher Nusch noch einen Konter der RESG abschließen und markierte somit das 9:1 Halbzeitergebnis in der 25. Minute. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 drückte die RESG anschließend aufs Tempo und ließ den Gästen nicht den Hauch einer Chance.

Günther Szalek gönnte Torwart Tobias Wahlen eine Pause und brachte zur Halbzeit Rainer Lorz. In der 29. Minute machte Sebastian Haas das Ergebnis zweistellig. Daraufhin fing sich die Abwehr von Calenberg und es dauerte 10 Minuten bis zum nächsten Treffer. Christopher Berg setzte in der 39. Minute zum Alleingang an und konnte diesen mit einem Tor zum 11:1 abschließen. In der 40. Minute gelang Sven Kirnig noch ein Treffer für die Calenberger, somit mussten beide Keeper auf Seiten der RESG einmal hinter sich greifen. Bis zur 44. Minute schraubten Pedro Queiros (zweimal) und Christopher Berg das Ergebnis hoch auf 14:2. Zwei Minuten vor Schluss war es erneut Pedro Queiros der den Ball aus der Distanz im Tor zum 15:2 versenkte. In der Schlussphase wurde es nochmal etwas kurios. Mateus Luther haderte schon das ganze Spiel über mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung. Nach weiteren Meckerns handelte er sich eine blaue Karte ein. Auf der Strafbank meckerte er weiter, sodass ihm das Schiedsrichtergespann Daniel Loewe und Sascha Häger nochmal mit „blau“ bestraften. Calenberg spielte die letzten zwei Minuten nur noch zu zweit. Christopher Berg belohnte sich mit einem Doppelpack in der 49. Minute für seine Spielzeit und stellte den Endstand zum 17:2 her. Die Roten Teufel haben locker das Halbfinale erreicht, ein Testspiel unter verschärften Bedingungen sahen die Zuschauer in der Halle Beckersloh. Trainer Günther Szalek ist natürlich zufrieden, auch wenn bei dem einen oder anderen Spielzug etwas die Konzentration fehlte: „Es war schwer die Konzentration bis zum Ende hoch zu halten, weil wir keine Gegenwehr hatten. Es ist ein geiles Gefühl ein Halbfinale in eigener Halle zu haben.“

Am 22. April ist es dann soweit und für die Fans kommt es zu einem richtigen Leckerbissen, wenn der TuS Düsseldorf – Nord zum Niederrheinderby in die Halle kommt.

Am kommenden Wochenende geht es in der Liga mit dem Auswärtsspiel beim RHC Recklinghausen weiter.

Die Weichen für die neue Spielzeit werden bei der RESG schon früh gestellt, mit Jan – Erik Dobbratz kehrt ein Walsumer Eigengewächs wieder zu seinem Stammverein zurück. Dobbratz wäre schon eine Option für die Play – offs und eine weitere Alternative auf der Spielerbank.


Alle Pokalpartien des DRIV – Pokal Viertelfinals auf einen Blick
RESG Walsum – SC Bison Calenberg
17:2
TuS Düsseldorf-Nord – RSC Cronenberg
6:1
RSC Darmstadt – IGR Remscheid
4:5
ERG Iserlohn – SK Germania Herringen
2:7


Statistiken zum Spiel

RESG Walsum: T. Wahlen ©, R. Lorz, M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, S. Haas, N. Rilhas, P. Queiros, X. Berruezo –

SC Bison Calenberg: R. Kaas, S. Kirnig, L. Johansson ©, H. Philipp, M. Bässler, M. Stoffler, M. Luther, D. Kuczynski

Schiedsrichter: D. Loewe/ S. Häger

Torfolge: 1:0 S. Haas (6.), 1:1 M. Luther (9.), 2:1 M. Vila (10.), 3:1 P. Queiros (10.), 4:1 X. Berruezo (13.), 5:1 N. Rilhas (19.), 6:1 X. Berruezo (21.), 7:1 P. Queiros (22.), 8:1 P. Queiros (23.), 9:1 C. Nusch (25.), 10:1 S. Haas (29.), 11:1 C. Berg (39.), 11:2 S. Kirnig (40.), 12:2 P. Queiros (42.), 13:2 P. Queiros (44.), 14:2 C. Berg (44.), 15:2 P. Queiros (48.), 16:2 C. Berg (49.), 17:2 C. Berg (49.)

Zeitstrafen: RESG 0 SCB 1-mal zwei Minuten (M. Luther wegen Meckerns/48.)

Teamfouls: RESG 8 SCB 5

Zuschauer: 150

RESG – Pressestell e
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