u18.2 kassiert im Lokalderby eine unglückliche, vermeidbare Niederlage

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Duisburg: Luthrschule | Mit den Lokalrivalen, den Baskets, empfingen die Westler einen der beiden größten Konkurrenten im Kampf um die Kreismeisterschaft. Und von der ersten Minute an bestätigten beide Mannschaften ihre Favoritenposition. Die Westler setzten dabei in erster Linie auf ihre Transition, das schnelle Umschalten von Defense in Offense, kamen so besser ins Spiel und führten Mitte des ersten Viertels verdient mit 8:2. Allerdings versäumten es die Gastgeber in dieser Phase, sich entscheidend abzusetzen. Das Tempo wurde nicht mehr weiter hochgehalten. Und auch von der Freiwurflinie wurden zu viele Punkte liegen gelassen (3von8). So ging es nur mit einer 15:9 Führung in die erste Viertelpause.

Im zweiten Viertel rächten sich dann die Versäumnisse des Eröffnungsviertels. Die BGler bekamen kein Tempo aufs Parkett mehr, und wenn doch, dann wurden viele Angriffe zu hektisch geführt, mit der Folge unnötiger Ballverluste. Kam man doch einmal in der gegnerischen Hälfte ins Set-Play, agierte man zu statisch, bewegte den Ball kaum, versäumte es, die Zone zu attackieren und versuchte es statt dessen mit Distanzwürfen, wobei die Rebounds zu einer sicheren Beute der Baskets wurde, da kein Westler zum Rebound nachsetzte. Die Gäste konnten so das Spiel in eine 23:30 Führung zur Halbzeit drehen.

Für das einzig positive Highlight in diesem Viertel sorgte Coach Andreas Rimpler, der die beiden Schiedsrichter in einer Aktion darauf hinwies, dass der Wurf eines eigenen Spielers gegen das Korbgestänge geflogen sei und der anschließend erzielte Korb seiner Mannschaft irregulär. Aufgrund dieser Intervention wurden den BGlern zwei Punkte wieder abgezogen.

Im dritten Viertel nahm die Partie an Intensität zu. Die Gastgeber verkürzten immer wieder den Rückstand. Vergaben dann aber regelmäßig überhastet die Möglichkeit, noch näher an die Gäste heranzukommen durch unglückliche Entscheidungen in der Offense, die die Baskets ihrerseits nutzten, um sich wieder etwas mehr abzusetzen. So wurde die Partie zu einem zähen Ringen um die Vorentscheidung und war nach dem Viertelende mit einer 38:43 Führung der Gäste noch lange nicht entschieden.

Im Gegenteil: die Dramatik nahm im Schlussviertel noch mal zu. Schienen die Westler, als sie in der 37. Minute erstmals auf zwei Punkte (54:56) herankamen, das Spiel noch einmal zu ihren Gunsten drehen zu können; sahen die Gäste knapp 100 Sekunden vor Schluss mit einer 54:59 Führung fast schon wie der sichere Sieger aus. Und wieder gaben die Westler nicht auf und glichen in der Schlussminute zum 59:59 aus. Mit einem taktischen Foul zwangen die Westler die Baskets an die Freiwurflinie und konnten, da die Gäste nur einen Freiwurf verwandeln konnten, im Gegenzug erstmal seit dem Beginn des zweiten Viertels wieder in Führung drehen, hatten jedoch Pech im Anschluss. Es folgte ein schnelles Foul; die Baskets zeigten diesmal von der Freiwurflinie nerven, die Baskets schienen den Rebound zu erobern, versäumten es aber, den Ball zu sichern. Zu groß war die Verlockung, mit einem Fastbreak in Führung zu gehen. Der Ball wurde verloren. Ein weiteres schnelles Foul die Folge, dass die Baskets nutzen, um die Führung auf 59:61 auszubauen. Mit zwei Sekunden auf der Ihr bekamen die BGler gleichwohl noch die Möglichkeit zu einem Wurf, allerdings verfehlte der Ball das Ziel und die Gäste konnten einen glücklichen Sieg feiern.

Coach Andreas Rimpler war nach dem Spiel hinsichtlich der Bewertung hin und hergerissen: „Sicherlich ist es ärgerlich, so ein Spitzenspiel zu verlieren. Wir haben unnötig Punkte an der Freiwurflinie liegen gelassen [BG 9 von 27 = 34 %; Baskets 17 von 34 = 50 %]; in manchen Phasen war die Verlockung, mit einem schnellen Angriff zu leichten Punkten zu kommen, einfach zu groß und führte zu unnötiger Hektik, verbunden mit überflüssigen Ballverlusten. Das Ergebnis verdeutlicht dass ein einziger solcher Ballverluste das Spiel entscheiden kann. Andererseits muss man der Mannschaft für den unbändigen Kampfgeist Respekt zollen. Die Mannschaft hat nie die Köpfe hängen gelassen und bis zur letzten Sekunde alles versucht, um das Spiel zu gewinnen. Hinsichtlich des Kampfes um die Kreismeisterschaft bedeutet dies nur einen kleinen Vorteil für die Baskets. Mehr aber auch nicht.“

Auf die Aktion im zweiten Viertel angesprochen, erklärte Coach Andreas Rimpler: „Ja sicher, hätte ich da nicht interveniert, wir hätten jetzt zwei Punkte mehr auf dem Konto, hätten in der Schussminute so mit zwei Punkten in Führung gelegen und die letzten knapp dreißig Sekunden wären gänzlich anders verlaufen, höchstwahrscheinlich sogar mit einem Sieg für uns. Gleichwohl werde ich auch in der Zukunft wieder so reagieren. Denn gerade als Trainer muss man für die jungen Spieler auch als Vorbild handeln. Und da gehört einfach ein sportlich faires Verhalten dazu.“

Es spielten:
Lucas Dressler (16Punkte), Tobias Streblow, Serkan Colak (je 12), Marvin Welberts (11), Melih Aslan (6), Jan Knaopp (2), Dede Jan Tekeli, Koray Gündogan
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