Zweiter Heimsieg in Folge für die Zebras 

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Freuen sich gemeinsam über das 1:0. Torschütze Cauly Souza und Vorbereiter Moritz Stoppelkamp. (Foto: Hannes Kirchner)
 
Trainer Ilia Gruev fand nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase seiner Mannschaft genau die richtigen Worte. (Foto: Hannes Kirchner)
Duisburg: Schauinsland-Reisen-Arena | Stoppelkamps schwere Verletzung trübte die Freude ein wenig.
Kurz vor der Halbzeit machten Cauly Souza und Boris Tashchy den wichtigen Heimsieg gegen die Fürther per Doppelschlag innerhalb von vier Minuten perfekt. Großer Wermutstropfen war die Verletzung von Offensivmann Moritz Stoppelkamp in der 66. Spielminute.


Nach dem desolaten Auftritt in Regensburg vor einer Woche und der damit verbundenen 0:4 Niederlage war das Team von Trainer Ilia Gruev wieder gefordert. Für Gruev war die Richtung auch dementsprechend klar: „Nach dem letzten Spiel in Regensburg war es wichtig für uns, heute zu gewinnen“. Zum Matchwinner avancierte dabei Stürmer Stanislav Iljutcenko, da er an beiden Toren beteiligt war. „Stani“ war nach dem Schlusspfiff dementsprechend zufrieden: „„Es war ein guter Tag für mich persönlich und ganz besonders für das gesamte Team. Wir konnten den Abstand nach hinten ausbauen und kommen alles in allem immer besser zurecht. Die Abläufe passen.“ Allerdings gehörte die Anfangsphase den Gästen aus Fürth, und die Führung wäre in der 28. Minute auch möglich gewesen. Ex – Zebra Marco Caliguri schlenzte den Ball an Flekken vorbei, Iljutcenko war aber zur Stelle und konnte den Ball noch vor der Linie klären. Diese Situation war gleichzeitig auch ein Weckruf für die Meidericher, die jetzt mehr Druck auf das Fürther Tor ausübten. In der 40. Spielminute wollte der Fürther Keeper Sascha Burchert dem Ball von Stanilslav Iljutcenko behaupten, zog aber den Kürzeren und musste am Boden liegend mit ansehen, wie der Ball bei Moritz Stoppelkamp landete. Dieser bewies ein sehr gutes Auge, flankte den Ball auf Cauly Souza, der keine Probleme hatte, den Ball per Kopf im leeren Tor unter zu bringen. Das Tor sagt alles über das Abwehrverhalten der Kleeblätter aus, wenn der kleinste Spieler im Dress der Zebras mit einer Körpergröße von 1,75 Meter, das Tor mit dem Kopf machen kann. Kurz vor der Halbzeit klingelte es erneut im Fürther Tor. Iljutcenko war wieder zur Stelle, der sich entscheidend durchsetzen konnte und den Ball auf Boris Tashchy spielen konnte. Tashchy hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz unter die Querlatte zu bugsieren. Mit dieser Führung ging es dann in die Halbzeit. Die 12.017 Zuschauer in der Schauinsland-Reisen Arena sollten ihren Besuch an diesem kalten Dezembertag nicht bereuen.

Die Gäste aus Fürth wollten sich ihrem Schicksal noch nicht ergeben und spielten jetzt mutiger und aggressiver nach vorne. Cauly Souza traf in der 59. Minute zum 3:0, sein Tor wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Schockmoment für die Zebras dann in der 66. Minute. In einem Zweikampf erwischte der Fürther Lukas Gugganig Stoppelkamp unglücklich. Stoppelkamp konnte daraufhin nicht mehr weiterspielen und musste verletzt runter, für ihn kam Ahmet Engin neu in die Partie. Eine abschließende Diagnose steht noch aus. Die medizinische Abteilung des MSV vermutet einen Außenbandriss im Sprunggelenk. Das Fußballjahr 2017 ist für Stoppelkamp definitiv beendet, jetzt muss sich zeigen, wie lange er in der Rückrunde ausfallen wird. Ein langer Ausfall ist kaum zu verkraften, er war an acht von 21 Toren direkt beteiligt gewesen. So hatte der 2:0 Heimsieg einen faden Beigeschmack am Ende. Torschütze Boris Tashchy war natürlich zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben eine gute Reaktion nach dieser harten Woche gezeigt und sind erfolgreich zurückgekommen. Natürlich freue ich mich auch über mein Tor, das Wichtigste ist aber, dass wir jetzt mit 100 Prozent Einsatz von jedem Spieler den zweiten Heimsieg in Folge einfahren konnten.“ Sein Trainer Ilia Gruev konnte sich dem nur anschließen, wobei er natürlich die Daumen für seinen Schützling Stoppelkamp drückt: „Mit diesem seriösen und disziplinierten Sieg ist die 20-Punkte-Marke erfreulicherweise geknackt. Für Moritz Stoppelkamp hoffe ich persönlich, dass sich seine Verletzung nicht als schwer herausstellt.“

Nach 16 Spielen haben die Zebras jetzt 22 Punkte auf dem Konto, die halbe Miete zum Klassenerhalt wäre damit schon erreicht. Allerdings sind es nur fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Mit dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli und dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden kommen noch zwei Teams, die in der Tabelle hinter den Zebras stehen.

Weitere Bilder vom Spiel finden Sie in der Fotogalerie von Hannes Kirchner hier.
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