IGMS in Klausur

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von links: Sascha Bruchwalski-Beisitzer, Jürgen Tholl-Denkmalschutzberater, Heinz Conrad-Kassierer, Volker Frings-Gerätewart, Irene Sonntag-2. Vorsitzende, Ingrid Lenders-1. Vorsitzende, Barbara Jacks, Schriftführerin
Duisburg: Hochemmerich | -

Hat der Verein eine Zukunft?

Der Vorstand der Interessengemeinschaft Margarethensiedlung diskutierte lebhaft und ausdauernd auf seiner Klausurtagung am letzten Sonntag über diese Frage.

„Ich muss sagen, dass wir ernsthaft darüber nachgedacht haben, den Verein aufzulösen. Der ursprüngliche Grund der Gründung des Vereins ist nicht mehr gegeben. Unsere Mitglieder, die größtenteils weit jenseits der 60 sind, bleiben immer öfter aus, die Jugend scheint unerreichbar. Das Straßenfest mussten wir aus unserem Programm streichen, weil es uns einfach an ehrenamtlichen Helfern fehlt, die den Aufbau und die anfallende Arbeit meistern können.“

Ingrid Lenders, langjährige 1. Vorsitzende der IGMS, nahm diese Entwicklung der letzten Jahre mit Sorge zur Kenntnis. „Da hilft es auch nicht zu wissen, dass es anderen Vereinen ähnlich geht.“

Sonntag wurde nun aber während der Diskussion festgestellt, dass niemand vom Vorstand die Auflösung wirklich will. Im Gegenteil, nachdem jeder bekundet hat, im nächsten Jahr, es stehen Wahlen an, wieder für den Vorstand zur Verfügung zu stehen, konnte in die Diskussion eingestiegen werden: Wie kann der Verein seine Mitglieder zurück-, neue hinzugewinnen? Wie sich für die Jugend so interessant machen, dass auch sie an den Veranstaltungen teilnehmen?

Im letzten Jahr wurde schon damit begonnen, mehr in der Öffentlichkeit präsent zu sein. In Kooperation mit der VHS - Arbeitsstelle Duisburg-West wurde eine Präsentation über die Margarethensiedlung mit anschließendem Rundgang durch die Siedlung angeboten. Die Zusammenarbeit besteht fort und wird im nächsten Jahr durch eine Fotoausstellung mit Texten, Lesung und Diskussion über den Krupp’schen Arbeitskampf erweitert werden.

Neben den festen Veranstaltungen, Tour mit dem Bus durch den Duisburger Süden, Planwagenfahrt, Moseltour, Mitgliederversammlung mit interessanten Referaten, Ernte-Dank-Fest und Nikolausfeier für die Kinder, sollen sich in Zukunft auch Nicht-Mitglieder angesprochen fühlen und an den Veranstaltungen teilnehmen.

„Wir wollen versuchen, durch einen Historischen Filmnachmittag, einem Erzähl-Cafe mit Lesung, viele Menschen anzusprechen. Die Jugend wollen wir dadurch gewinnen, indem wir sie in unsere Veranstaltungen mit einbeziehen. Sie sollen als fester Programmpunkt bei uns mitwirken. Kann jemand gut singen, oder ein Instrument spielen? Haben wir einen Zauberer oder schauspielerisch begabten jungen Menschen in unseren Reihen? Mag jemand gerne vorlesen, vielleicht sogar eigene Texte? Meldet Euch bei uns. Wir geben Euch Gelegenheit, Euer Talent gegen ein kleines Honorar vor Publikum zu beweisen.“

Im nächsten Jahr wird es wieder eine Nachtwanderung durch den Duisburger Zoo geben, und ein Besuch im Landschaftsparkt ist geplant. Außerdem wird es nach der Nikolausfeier für die Kinder abends einen Ausklang für die Erwachsenen geben.

„Ich denke, damit haben wir ein tolles Programm erstellt, das jedem etwas bietet. Unser Wunsch ist es, dass viele Menschen aus Rheinhausen und Umgebung daran teilnehmen. Wir sind auch offen für Wünsche und Anregungen. Freuen würden wir uns natürlich, wenn wir Unterstützung bekämen. Sei es als Helfer bei den Veranstaltungen, sei es im Vorstand, oder dass vielleicht selber jemand eine tollt Idee hat, die er im Verein verwirklichen möchte.

"Wir sehen das nächste Jahr wirklich als Feuerprobe. Und die Frage, ob der Verein eine Zukunft hat, würden wir gerne mit einem eindeutigen JA beantworten.“ Kontakt: www.igms79.de
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