Kleingartenverein Walsum: In der grünen Oase

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Einen der schönsten Gärten präsentiert Brigitte Skusa im Beisein von Karl-Heinz Bachmann dem 1.Vorsitzenden vom KGV Walsum 1941 e. V. FOTO UND COPYRIGHT: HANNES KIRCHNER 09-07-2016
Duisburg: KGV Walsum |

75 Jahre Kleingartenverein Walsum, das bedeutet ein Dreivierteljahrhundert Erholung in Flora und Fauna, auf einem eigenen Stückchen grüne Oase.

So jedenfalls empfinden es die Mitglieder des KGV, die am 2. Oktober ab 19 Uhr in der vereinseigenen Festhalle auf dem Gelände des Vereins an der Schulstraße 112 "ihren" 75. Geburtstag feiern. Uwe Schöbel, zweiter Vorsitzender des KGV, blickt zurück:
"In den Jahren 1939, 1940 und 1941 sind Bürger der früheren Gemeinde Walsum mehrmals an die zuständigen Stellen herangetreten und haben um Überlassen eines Grundstückes zur Errichtung von Kleingärten gebeten. Der Wunsch, einen Kleingarten zu besitzen, war durch die Kriegsverhältnisse besonders groß. Mitte 1941 stellte die Gemeinde Walsum ein entsprechendes Grundstück an der Schulstraße, damals Mackensenstraße, zur Verfügung. Die Gründungsversammlung wurde am Sonntag, 12. Oktober 1941, um 10 Uhr in der Gaststätte Rheinischer Hof' an der Römerstraße durchgeführt. Zum ersten Vorsitzenden wurde damals Karl Stange gewählt", erzählt Schöbel aus den spannenden Anfangsjahren des Vereins.
Doch es gab nicht nur rosige Zeiten: 1968 beabsichtigten Politiker der Stadt Walsum, einen großen Teil der Anlage herauszunehmen. Die Nachfrage nach Baugrundstücken war groß. Die Kleingärtner waren jedoch nicht gewillt, ihre Gärten und Lauben zu opfern, auch wenn eine Entschädigung dafür gezahlt werden sollte. Es gelang dem damaligen Vorstand mit Unterstützung des Stadtverbandes, die Politiker von ihrem Plan abzubringen. Interessant war hierbei, dass der frühere Vorsitzende des Vereins Gustav Stapp als Bürgermeister seitens der Stadt Walsum der Verhandlungsführer war.

Einer der größten Garten Duisburgs


Heute, so Uwe Schöbel, sei der KGV Walsum nach mehrmaliger Erweiterung, mit einer Fläche von etwa 49.500 Quadratmetern und 113 Gärten, einer der größten in Duisburg: "Wir sind der Meinung, dass das Kleingartenwesen und das Vereinsleben in Duisburg sowie im gesamten Ruhrgebiet schon immer ein Stück Kulturgut dargestellt hat und auch für die nächsten Generationen zu erhalten ist."
Leider habe der KGV, wie so viele andere Vereine auch, mit Nachwuchssorgen zu kämpfen, sagt Schöbel bedauernd. "Noch ein Grund mehr, die schönen Seiten eines gut funktionierenden Vereinsleben der Öffentlichkeit zu zeigen", freut sich Uwe Schöbel auf die große Jubiläumsfeier im Oktober.
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Jochen Czekalla aus Duisburg | 01.08.2016 | 13:14  
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