Das Team Jansen muss sich doppelt schlagen

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Die Schlange steht schon mal bis auf die Straße - das bringt aber das Jansen-Team nicht aus der Ruhe.

Man muss kein Rechenkünstler sein, um den Ausführungen von Eva Jansen zu folgen: „Haldern hat 5.500 Einwohner. 6.000 Gäste kommen im Rahmen des Festivals ins Lindendorf. Also muss für diese Zeit das Doppelte an „Fourage“ her“, so einfach ist das.


„Ground Beef“, „Fromage“, „Jam“ … auf der Theke, an der die belegten Brötchen im Akkord geschmiert werden, liegt eine Vokabelliste. In diesen Tagen ist Haldern international, mit Englisch, Niederländisch und Französisch kommt man gut zurecht. Und weil die Halderner alles tun, damit sich ihre Gäste wohl fühlen, hat auch das Team von Michael Jansen sprachlich aufgerüstet. Alle gängigen Belagarten, angefangen von Mayo über Salat bis Ei oder Schinken können gleich mehrsprachig angeboten werden. „Die jungen Leute haben das eh drauf, ansonsten schaut man mal eben auf die Liste“, erläutert Bäckermeister Michael Jansen. In Sachen Festival ist er quasi ein Mann der ersten Stunde, war Mitglied der Messdienergruppe, die vor just 30 Jahren die Initiative zum Festival ergriffen hatte.

Mit dem Festival verwachsen

Seit 23 Jahren ist unter anderem die Bäckerei dafür zuständig, dass die Festival-Besucher nicht verhungern müssen. Schlange stehen, sich in Geduld fassen – das gehört dazu, wenn man zwischen dem Festivalgelände und den Biergarten vor der Haldern Pop Bar hin- und herwandert und auf seine frische Brötchen trotz Camperidylle nicht verzichten möchte. Thomas, Marc und Melanie nehmens gelassen, linsen beim Warten dem Vordermann schon mal über die Schulter und haben ihre Wahl schon getroffen, wenn sie an der Reihe sind: “Wir sind schon zum 5. Mal hier, sind Selbstversorger. Das Warten gehört dazu, wir haben ja Zeit“ kommentieren sie chillig. Flip Flops, Schlabberschirts und Trainingshosen … hier ist Urlaub und mancher, der sich bis an die Theke vorgewartet hat, sieht noch etwas strubbelig und verschlafen aus. Chococroissants sind der Renner. Und Körnerbrötchen, die sich zum Frühstück prima durch ein Stück Bienenstich ergänzen lassen. Hinter der Theke rödelt alles, was Beine hat. Auch die Chefin Eva Jansen sowie die Töchter Carolin und Barbara schmieren und packen Brötchentüten was die Hände hergeben: „Auch meine Schwägerin Astrid und die Auszubildenden müssen jetzt mit ran!“, erläutert Eva Jansen. Vor den tollen Tagen müssen die Zutaten beschafft, die Dienstpläne geschrieben, das Personal eingeteilt, die Außengastronomie aufgebuat und die Vorbereitungen für die heißen Back-Nächte getroffen werden.


Alle müssen mit ran

Auch die Öffnungszeiten sind zum Festival verlängert worden, sonst ginge das gar nicht. Dabei richtet sich Michael Jansen nach den Veranstaltungen und schließt erst, wenn die letzte Band in der Pop Bar gespielt hat und die Festival-Lemminge wieder Richtung Lohstraße watscheln. Auch wenn am Sonntag der große Run auf den Bahnsteig erfolgt, sobald das Festival seinem Ende entgegen geht, trägt das Jansen-Team der Notwendigkeit nach Reiseproviant Rechnung und hält geöffnet. Neben all dem Stress und den Sonderschichten in Backstube, Laden und Gastronomie lässt sich hier niemand aus der Ruhe bringen, und die tolle Stimmung ist auch spürbar: „Wir sind ja mit dem Festival verwachsen und haben großen Spaß an diesen Tagen“, kommentiert die fröhliche Truppe die ‚tollen Tage’.
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