Gemäldebörse in Rees im Museum Koenrad Bosman

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Ständig wanderten die Blicke zwischen dem Ausstellungskatalog und den Kunstwerken hin und her. (Foto: Ralf Beyer)

Dass Du mir nur ja nicht wieder mit einem Bild nach Hause kommst … Solche Botschaften hatte der eine oder andere Besucher der Reeser Gemäldebörse gestern mit auf den Weg bekommen.

Nur gucken, nichts kaufen … das ist aber für Kunstliebhaber schwer, und so hatten innerhalb der ersten Stunde nach der Eröffnung bereits einige Kunstwerke den Besitzer gewechselt. Klassische Stillleben, See- und Landschaftsstücke fanden sich hier ebenso, wie Portraits, Interieurs, Reitermotive oder Themen aus dem bäuerlichen Leben. Waren die einen Werke lediglich auf Keilrahmen gespannte Leinwand, so steckten andere in prunkvollen Rahmen, die teilweise von Hand gearbeitet waren. In der Abteilung ‚alte Kunst’ dominierte die Technik der Ölmalerei, aber auch lavierte Aquarelle und Zeichnungen waren zu finden. Farbstark und bewegungsintensiv – so kamen eher die Arbeiten in der modernen Abteilung daher.

Vielfältige Techniken und Motive

Praktischerweise fand sich am Eingang zur Gemäldebörse ein Wegweiser, der die Exponate in ‚modern’ und ‚alte Kunst’ teilte. Lohnenswert war ein Besuch in beiden Ausstellungsbereichen auf jeden Fall, denn größer konnte der Kontrast im Bereich Malerei nicht sein: Rahmungen, Techniken und Motive bildeten ein großes Spektrum der Wirklichkeitsinterpretation durch Malerei ab. Der Maler, Grafiker und ehemalige Reeser Galerist Michael Hoffmann hatte dem Museum für die Börse eine Zeichnung des Philippinischen Vulkans „Mayon“ zur Verfügung gestellt.

Benefiz für die Taifun-Opfer

Der Verkaufserlös für diese Arbeit wird den Taifun-Opfern gespendet: „Ich habe dort wunderschöne Wochen verbracht und bin den Philippinen sehr verbunden“, begründet Michael Hoffmann seine Hommage an die Inselgruppe und Benefiz-Aktion. Sjohn Welling und Gattin Sonja aus Emmerich ließen sich Zeit bei der Auswahl eines tendenziell abstrakten Gemäldes, das sie in der untersten Reihe in Bodennähe entdeckt hatten, und Elmar Bolwerk, der ebenfalls aus Emmerich zur Gemäldebörse gekommen war, war ganz aus dem Häuschen: „Ich habe einen Terhorst entdeckt. Und das, obwohl er noch nicht mal signiert war!“ Wie zur Bestätigung seines kostbaren Fundes fuhr er mit dem Finger über die entsprechende Zeile des Ausstellungskataloges, bis er die Spalte mit den Künstlernamen erreicht hatte. Tatsächlich… Terhorst stand hier, und weil bereits zwei Werke des Emmericher Malers schon verkauft waren, rang Bolwerk mich sich …
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