Heilig Geist: Orgel-Pfeifen werden gesäubert

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Mit einem großen Rohrreiniger säubert Orgelbauer Thomas Abel jede einzelne Orgelpfeife der großen Orgel von Heilig Geist. Foto: Jörg Terbrüggen

Es ist schwül warm hier in der Heilig Geist-Kirche. Sonnenschein fällt durch die Gläser, das Thermometer zeigt über 24 Grad an. Da fließt schon mal der ein oder andere Tropfen Schweiß, vor allem, wenn man die 1.594 Pfeifen der Orgel säubern muss.

20 Jahre hat die Orgel nun schon auf dem berühmten Buckel. Zeit, sie einmal gründlich zu reinigen. Thomas Abel und die Auszubildende Helena Heckenbach sind dazu extra aus Berlin angereist. Hatte die dort sitzende Firma Karl Schuke die Orgel doch 1996 erbaut und in die Heilig Geist-Kirche installiert.
"Man sagt so, dass die Orgeln alle 20 Jahre einmal gereinigt werden müssen", erklärte Orgelbauer Thomas Abel dem Stadtanzeiger. Überall liegen bereits kleine, mittlere und große Orgelpfeifen fein säuberlich aufgeteilt rings um die Orgel herum. Aus einer Luke guckt Helena Heckenbach heraus und reicht Thomas Abel eine weitere Pfeife an. Über eine kleine schmale Treppe gelangt man in das Innere der Orgel.
Staub gibt es hier genug, wie man sehen kann. Denn die freien Plätze der Orgelpfeifen geben nun den ganzen Staub frei. "Daher reinigen wir die Orgel auch im Inneren", meinte Thomas Abel. Staub können die Pfeifen genug in sich tragen. "Je nachdem wie oft die Orgel gespielt wird, welche Lüftung in der Kirche vorhanden ist und wie viele Besucher an ihr vorbeigehen!", so der Orgelbauer.
Mit Putztüchern und Rohrreinigern rückt man dem Staub auf den Leib. Und mit einem Staubsauger. Zehn Stunden sind die beiden von Montag bis Freitag in der Kirche zu Gange, auch samstags sind sie bis mittags mit den Pfeifen beschäftigt. "Wir müssen schauen, ob der Motor geölt ist, die Bälge richtig sind. Am Ende wird ein Register nach dem anderen wieder installiert und die Orgel neu intoniert." Stefan Burs wird sicherlich genau darauf achten, dass die Orgel ihren alten Klang wieder bekommt.
In der Zwischenzeit muss die Gemeinde mit den Klängen eines E-Pianos vorlieb nehmen, kann sich umso mehr aber danach auf den strahlenden Orgelklang freuen.
Im zweiten Halbjahr wird dann auch das 20-jährige Bestehen der Orgel mit zwei Konzerten gebührend gefeiert werden. In Reih und Glied aufgereiht. So sieht es im Innern der Orgel aus. Viel Staub ist dort zu sehen, wo die Pfeifen standen.
 Die Orgel wurde 1996 in Berlin gebaut.
 Die längste Pfeife wiegt immerhin 33,5 Kilogramm.
 Sie ist 3,10 Meter lang.
 Die kleinste Pfeife ist acht Millimeter lang.
 Sie wiegt gerade einmal 40 Gramm.
 Insgesamt wiegt die Orgel acht Tonnen. Die Pfeifen
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