Hier schafft die Königin persönlich

Anzeige
Viele Stunden ihrer Freizeit investieren die Schützen, um den alten Boden zu entfernen. Ihnen bleibt für die Vorbereitung nur ein kleines Zeitfenster, bevor der neue Boden aufgebaut, die Elektrik erneuert und die Wände gestrichen werden

Wer sich an die festlichen Veranstaltungen im Kapaunenberg erinnert, wird seinen Augen nicht trauen: Die Bestuhlung ist weggeräumt, das Parkett herausgerissen, zig Schubkarren Schlacke, die als Untergrund dienten, werden abgefahren.



Derzeit sieht der Festsaal aus wie ein Schlachtfeld, Staub und Bauschutt regieren, die Luft ist dunstig. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten des mehr als 60 Jahre alten Bauwerks, das die Sankt Sebastian Schützenbruderschaft nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut hat. „Die Immobilie gehört der Schützenbruderschaft, aber so langsam wurde es Zeit, dass hier einmal Hand angelegt wurde“, erläutert der technische Leiter der Baumaßnahmen, Jochen Stelzig. Der Boden wird erneuert, die Hauptstromversorgung komplett ausgetauscht, die Wände gestrichen. Eng ist das Zeitfenster, das sich die Schützen gegeben haben, Verzögerungen sind nicht eingeplant, weil der Terminkalender der Veranstaltungen eng ist. Die 80er-Jahre -Party, die Schlagernacht Ende November, die Karnevalsveranstaltungen … hier wird aktuell jede helfende Hand gebraucht. Sogar die amtierende Schützenkönigin Janine Reintjes ist sich nicht zu schade für den Dienst an der Schubkarre und schleppt und schuftet, wie alle anderen auch. „Etwa 20 Schützen sind hier während ihrer Freizeit im Einsatz, denn die Demontage erledigen wir in Eigenleistung“, erläutert König Thomas Reintjes. Am morgigen Donnerstag sollen die Abbrucharbeiten erledigt sein, dann wird mit der Wiederherstellung von Tanzfläche und Bodenbelägen im Bereich der Tische begonnen. Wird die Tanzfläche wieder als Parkettboden errichtet, werden außen herum dort Eichendielen verlegt, wo die Gäste sitzen werden. Rund 60.000 Euro werden die Sanierungsarbeiten in diesem Bauabschnitt kosten, einen kleinen Zuschuss gibt es von der Rudolf-W. Stahr-Stiftung, den Rest bringen die Schützen selbst auf. Thomas Reintjes, der den St. Sebastianern als Direktor vorsteht, hat für die Zukunft noch weitere Pläne: „Die Sanitäranlagen wollen wir auch gerne beizeiten renovieren und so nach und nach stehen weitere Instandhaltungs- und Verschönerungsarbeiten an!“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.