Humor, Satire, Ironie: Die Statistik lügt!

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Berchtesgaden, Gasthaus Adam
Der Mensch setzt stets und überall
Vertrauen in die Macht der Zahl.
Denn Zahlen sind was Absolutes.
Drum scheint Statistik etwas Gutes.

Besonders gerne im Disput
zieht man sie rasch mal aus dem Hut.
Wenn es an Argumenten mangelt,
wird sich statistisch hochgerangelt.

Obwohl es längst ein jeder weiß:
Statistiken sind kein Beweis.
Für alles lässt sich eine finden,
selbst, um das Gegenteil zu begründen.

Der Beispiele gibt es genug:
Statistik ist meist Lug und Trug.
Hier nur eine, so zum Vergleich,
die sagt, wir Deutschen seien reich.

Ein jeder. ob Onkel, Neffe, Tante
hätt' dreißigtausend auf der hohen Kante.
Im Durchschnitt zwar, was doch bedeute,
die Mehrzahl seien noch reichere Leute.

Da stellt sich eine Frage mir:
Gilt dieser Schnitt auch für Harz IV,
für den Arbeitslosen, die Teilzeitkraft,
die Alleinerziehende in Mutterschaft ???

Eine andere Statistik behauptet krass:
Jeder Sechste hat Adipositas.
Ich hab meine Nachbarn still betrachtet,
ob sie auf ihr Gewicht geachtet.

Nun, ich kann sagen, unter der Bank,
nicht alle Nachbarn sind rank und schlank.
Doch zur ganzen Wahrheit gehört auch das:
Nicht einer hat Adipositas.

Zum Schluss noch etwas Ironie,
entsprungen meiner Fantasie,
eine Statistik aus dem hohlen Bauch.
Sie befasst sich mit dem Bierverbrauch.

Ein Bayer trinkt im Schnitt vier Maß
und sagt danach: "Ich glaub, das war's."
Der Kölner trinkt die gleiche Menge
an der Theke im Gedränge.

Er braucht dafür rund zwanzig Glas,
bevor auch er dann sagt:" Das war's."
Legt man nun dem Vergleich zu Grund,
die Zahl der Gläser, geführt zum Mund,
sagt die Statistik, bedeutungsschwer:

Ein Kölner verträgt rund fünfmal mehr.
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