"Reeser Geschichtsfreund" ist noch druckfisch

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v.l.n.r.: Michael Hoffmann, Margret Schapdick, Klaus Kuhlen, Hermann Venhofen, Helmut Heckmann
Lebensstationen des Adam Steenhalen, Kriegsopfer unter den Reeser Bürgern im 2. Weltkrieg, ein Rheindruchschnitt im 17. Jahrhundert ... die Themen in der aktuellen Ausgabe des „Reeser Geschichtsfreund“ sind vielfältig.

Zum 6. Mal hat der Reeser Geschichtsverein unter Leitung von Michael Hoffmann jetzt eine 80 Seiten umfassende Publikation herausgegeben, die gerade druckfrisch bei den Mitgliedern, im Bürgerbüro und in der Bücherecke zu bekommen ist. 6 Euro kostet die broschierte, reich bebilderte Ausgabe, auf die die Reeser schon sehnsüchtig gewartet haben.

Vorstandsmitglied Helmut Heckmann ist stolz auf den Umstand, dass die wissenschaftlichen Arbeiten zur Geschichte der Stadt Rees in diesem Bändchen erstmals veröffentlicht wurden: „Rees hat eine so bewegte, lebendige Geschichte – Beiträge für unsere Publikation irgendwo abzuschreiben – das geht gar nicht. Alles, was wir hier veröffentlicht haben, wurde von unseren Mitgliedern selbst recherchiert und zusammengefasst!“ 109 Fotos wurden gesichtet und reproduziert, sechs fachwissenschaftliche Beiträge, die auch für geschichtsinteressierte Laien gut verständlich sind, ein Jahresrückblick und ein Ausblick auf Veranstaltungen und Reisen in der ersten Jahreshälfte 2013 ... der kleine Band hat viel zu bieten und beinhaltet so manches liebevoll detaillierte Detail zur Geschichte der Stadt und der Region. Helmut Heckmann ist Autor der Lebensgeschichte des Reesers Adam Steenhalen, der Priester am Hofe des schwedisch-polnischen Königs war. Er gründete, ebenso wie seine Tante die van Bockholt-Stiftung, eine eigene Stiftung, die bis 1940 aktiv war und erst dann von den Nazis aufgelöst wurde. Aufwändig hat Klaus Kuhlen zu Reeser Bürgern recherchiert, die den 2. Weltkrieg nicht überlebt haben. Im Buch finden sich eine Liste von Bombenopfern alphabetisch geordnet und eine Reihe historischer Dokumente und zeitgenössicher Abbildungen zur Geschichtsbewältigung. Die Verlegung des Rheins und Entschärfung der Bedrohung durch Hochwasser ist Thema des Beitrags vom Hermann Venhofen, Michael Hoffmann hat sich mit Bebauungsplänen von 1899 auseinander gesetzt und auch dem 300. Geburtstag von Friedrich II. Ist ein Kapitel gewidmet.

Auch die Wilhelminische Zeit ist Thema im „Geschichtsfreund“ und eine Abbildung zeigt den kleinen Jungen Wilhelm, der später als Deutschen Kaiser Wilhelm II mit Gattin August Victoria regiert.

Die Auflage des Geschichtsfreund liegt bei 400 Exemplaren und diese bleiben keineswegs alle in Rees: „Wir haben viele Mitglieder, die gar nicht mehr in Rees leben. Sogar bis nach USA verschicken wir unsere Publikationen“, ist der Vorstand stolz auf die Internationalität des kleinen Geschichtsvereins „Ressa“
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