Schausteller kommen seit 40 Jahren aus Tradition nach Elten

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(Foto: Ralf Beyer)

Wenngleich sich über dem nahegelegenen Montferland dicke, dunkle Wolkenberge über die Hügelkuppe schoben, begannen sich im Schatten von St. Vitus die ersten Karussells zu drehen.



Die Ortsdurchfahrt gesperrt, eine Umleitung ausgeschildert, und so konnten die Eltener und ihre Gäste unbehelligt vom Autoverkehr aus allen Richtungen zum Markplatz strömen. Die kleine, familiäre Kirmes lockte schon gleich nach der Eröffnung zahlreiche Familien, junge Eltern, Paare und junge Leute. Für sie ist der kleine Jahrmarkt im Herbst jedes Jahr eine gute Möglichkeit, sich mit Freunden und Bekannten zu treffen. Die Kirmes ist auch Anlass für diejenigen Eltener, die aus der Heimat fortgezogen sind, sich hier mal wieder blicken zu lassen und Freunde zu treffen. Offenbar ist es gerade der heimelige Dorfcharakter, den die Gäste an der Eltener Kirmes schätzen. Zu denjenigen, die diese Einstellung haben und leben, gehört auch Schausteller Tino Reminder.

Sie schätzen die familiäre Atmosphäre

Der humorvolle Mann mit den lustigen Augen zwinkert den Kindern zu, wenn er die Chips für die Raupe über die Theke des bunt illuminierten Kassenhäuschens schiebt. Hier stehen auch Merle (7), Anna (9) und Jessica (9). Sie sind Freundinnen und brennten geradezu darauf, endlich in eine der kleinen Gondeln einzusteigen, die wenig später in rasanter Berg- und Talfahrt ihrem Vordermann hinterher jagen wird; allerdings ohne die geringste Chance darauf, diese jemals zu überholen. Tino Reminder gehört quasi zum festen Inventar des Eltener Jahrmarktes, denn er kommt bereits seit 40 Jahren mit seiner Raupe: „Hier ist es schön, das hat ja schon Tradition“, gibt er dem kleinen Jahrmarkt den Vorzug vor den Großen der Branche.


Lebkuchenherzen baumeln, mit launigen Sprüchen versehen, sanft in Trauben vor den Nasen der Kirmesgäste, während sich hier die Kleinen beim Entenangeln versuchen, probieren andere, den Turm aus goldfarbenen Dosen zum Einsturz zu bringen. Herzhaftes und Süßes gibt es reichlich auf dem kleinen Jahrmarkt, und so ist auch eine der appetitlichen Buden gleich einmal das Ziel von Robin und Florian. Für den Eltener Robin ist die Kirmes jedes Jahr in Muss, Florian, der aus Bocholt zu Besuch ist, nennt die Eltener Kirmes nicht ganz ohne Ironie ‚sehr familiär’.
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