Berufe live erleben

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„Was will ich später mal werden? Was kommt nach der Schule?“ Mit diesem Thema, muss sich heutzutage jeder früher oder später mal auseinandersetzen. Um der Jugend von heute dabei Inspirationen und erstklassige Informationen zu bieten, fand am Donnerstag nun schon zum zweiten mal die Veranstaltung „Berufe live“ im Pan Kunstforum statt.

„Die Wirtschaftsförderung der Stadt Emmerich, die hier zusammen mit dem Theodor-Brauer-Haus als Bindeglied zwischen Arbeitgeber und Schule fungiert, bietet den Schülern somit die Möglichkeit erste Kontakte für einen späteren Ausbildungsplatz oder mögliche Praktika zu knüpfen“, erklärte Bürgermeister Johannes Diks. Er betonte auch, dass am Niederrhein ein vielfältiges Ausbildungsangebot vorhanden ist und machte den Anwesenden die Bedeutung nicht nur von Schulpraktika, sondern auch von freiwilligen Praktika in den Ferien klar. Dabei ging er insbesondere auf Emmerich als Logistik- und Chemie-Standort ein.

Interessierte Schüler

Insgesamt waren bei „Berufe live“ 25 Emmericher Firmen vertreten, davon hatten 10 einen Informationsstand im Pan. Die Stände lockten die wissbegierigen Jugendlichen mit informativen Broschüren über die jeweiligen Ausbildungsberufe, qualifizierten Mitarbeitern und vielen kleinen Geschenken. So erklärte Kristina Mertens aus der Personalabteilung von Herbrand, welche Ausbildungsberufe Herbrand anbietet, welcher Schulabschluss dafür notwendig ist und wie die genauen Tätigkeiten und Zukunftsperspektiven aussehen. „Die Schüler sind größtenteils sehr interessiert, stellen viele allgemeine Fragen und manche informieren sich auch über das Gehalt“, fügt sie lächelnd hinzu. Lisa Meisters und David Grewe, beides Industriekaufleute von Jobst, stellen fest, dass die meisten Schüler sich für Praktika interessieren, weil in der neunten Klasse in den meisten Schulen ein obligatorisches Schulpraktikum stattfindet.

Betriebe machten mit

Joana Witzenrath findet die Veranstaltung sehr gelungen und sinnvoll. „Man bekommt hier genaue Informationen über die Betriebe und die jeweiligen Ausbildungsberufe und die Firmen geben mir Inspirationen für Berufe, an die ich vorher noch gar nicht gedacht habe“, freut sich die 19-jährige.
Ab 17 Uhr öffneten dann auch viele Emmericher Firmen ihre Tore, um den Interessierten sowohl den Betrieb, als auch die entsprechenden Berufe näher zu bringen. Fabian Maltzahn und Lukas Walda, die beide auf der Suche nach Ideen für ihr Schulpraktikum waren, freuen sich, dass „die Betriebe richtig mitmachen, man auch hineingehen und sich alles angucken darf“. Die beiden 14-jährigen haben sich dazu entschieden die Deutsche Giessdraht GmbH zu besichtigen und sind schon sehr gespannt.
Bei der Führung, die im St. Willibrord-Spital stattfand und von Karin Meyer-Heiting von der Praxisleitung betreut wurde, konnten sich die Schüler ein genaues Bild von den Berufen der Krankenpflege, der Operationstechnischen Assistenz, sowie von der Medizinischen Fachangestellten machen. Peter van Ewald, leitender Anästhesiepfleger, führte die jungen Leute, die sich alle vorher steril umziehen mussten, durch die insgesamt sechs Operationssäle des Krankenhauses. „Der Beruf des Operationstechnischen Assistenten ist ein sehr vielseitiger und aufregender, aber auch sehr verantwortungsvoller Beruf“, so van Ewald und er fügte noch hinzu, dass auch nicht jeder dafür geeignet sei. Hendrik Janssen, der aufmerksam zuhörte, ist begeistert von der Idee, mit Menschen zu arbeiten, und hatte sich daher für die Führung durch das Willibrord-Spital entschieden. Frauke Dietz brachte den Jugendlichen im Anschluss den Beruf der medizinischen Fachangestellten näher.

Schreibkram nimmt zu

„Dieser Beruf ist sehr abwechslungsreich, da man ständig mit Menschen zusammenarbeitet. Doch auch der Schreibkram am Computer nimmt immer mehr zu“, so die Kinderkrankenschwester, die ebenfalls nochmal betonte wieviel Verantwortung ein medizinischer Beruf mit sich bringt. Somit hatten viele Schüler die Möglichkeit in ihren Traumberuf schonmal hinein zu schnuppern und sich vorab über notwendigen Voraussetzungen und Perspektiven schlau zu machen.
Abschließend erhält jeder Teilnehmer an „Berufe live“ ein persönliches Zertifikat von den Betrieben, welches zukünftigen Bewerbungen auch beigefügt werden kann.
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