Birgit Groschel lässt die Sterne funkeln

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In einem Vorführzimmer hat Birgit Groschel einige ihrer Sachen aufgebaut. Foto: Jörg Terbrüggen

Sie funkeln durch die silberne Folie und erhellen jede noch so dunkle Ecke. Ein faszinierender Anblick einer doch recht ungewöhnlichen Lampe, der gerade in der vorweihnachtlichen Zeit so manchen Besucher auf den diversen Weihnachtsmärkten erfreut. Wenn Birgit Groschel erst einmal die kleinen Lichterketten angeschaltet hat, geht kaum noch einer an ihrem Stand vorbei. Und dafür sorgen nicht nur die funkelnden Sterne.

Im Saal Hebben fand man Birgit Groschel bereits zum wiederholten Male, und auch auf dem Adventmarkt im Schatten der Hüthumer Volksschule ist die Frau aus Vrasselt seit vielen Jahren ein gern gesehener Aussteller. Wenn die Dunkelheit über den Schulhof zieht leuchten ihre Sterne schon von weitem. Doch nicht nur die Folienlampen finden Jahr für Jahr ihre Liebhaber, auch die anderen ins Licht gesetzten Teller oder Vasen zieren mittlerweile diverse Wohnzimmer und Stuben. Da hat jemand wohl ein Talent in die Wiege gelegt bekommen? Entdeckt hat sie dieses allerdings erst vor ein paar Jahren, unter tatkräftiger Mithilfe ihres Mannes. Denn Birgit Groschel schlief regelmäßig Abend für Abend vor dem Fernseher ein. Eine Tatsache, die ihr Mann ändern wollte. Und so begann die Frau mit dem verborgenen handwerklichen Talent zu basteln.

Renner ist die Sternenfolie

Erst war es das Tonpapier, dann das Moosgummi. Sie sägte Friesenbäume zusammen und behängte sie mit Papier. Vor genau 14 Jahren wagte Birgit Groschel sich das erste Mal in Kranenburg mit ihren Laubsägearbeiten auf den Nikolausmarkt. Mit großem Erfolg, der sie dann auch sogleich ermunterte weiter zu machen. Im Laufe der Jahre wurde die Liste der weihnachtlichen Märkte immer größer. „Mittlerweile fahren wir sogar bis ins Sauerland“, erzählte uns die Hobbykünstlerin. In der Balver Höhle startet sie schon im September mit den ersten Weihnachtssachen. „Die Nachfrage ist sehr groß“, freute sich Birgit Groschel. Seit zwei Jahren erleuchtet sie die Märkte mit ihren ausgefallenen Objekten, die sie auch in einem Vorführzimmer in der oberen Etage ihres Hauses ausgestellt hat. Der absolute Renner ist mittlerweile die Sternenfolie. Die importiert die Künstlerin aus China. Auf zehn Meter langen Rollen wird sie aus dem Land des Lächelns auf dem Schiffswege nach Deutschland gebracht.
Bevor auch nur ein Zentimeter der durchsichtigen Folie angepackt wird, misst Birgit Groschel den Durchmesser der geplanten Leuchte, zeichnet die Punkte an, wo die Löcher hinkommen und schneidet dann erst die Folie schräg an.
Nun wird sie von Hand geformt und gelocht, letztendlich mit Papierdraht zugebunden. Damit die Lichterkette in der Folie ihre Wirkung nicht verfehlt, wird sie an einer kleinen Aufhängung oberhalb der Lampe befestigt. Wenn es dann endlich dunkel wird und man die Lichterkette einschaltet, dann funkeln die Sterne dreidimensional durch die Folie. Ein fantastischer Anblick. Das gilt auch für die Lichtgestecke, die sie seit nunmehr sechs Jahren gestaltet. Ein einfaches Tablet oder ein sternenförmiger Untergrund reicht aus, ein paar Hölzer, Wurzeln, Zapfen oder Kunstblumen, verziert mit kleinen Acrylkugeln und fertig ist die Tischdekoration zu Weihnachten.

Es gibt keine Vorgaben

Bei der Herstellung überlässt Birgit Groschel alles dem Zufall. „Ich fange einfach an zu basteln und es entsteht irgendetwas. Abend für Abend sitzt sie an ihrem Basteltisch und werkelt. Denn die Nachfrage ist mittlerweile enorm groß. So beginnt sie bereits im Juni mit der Vorbereitung für die diversen Weihnachtsmärkte. Und so lange ihr immer noch ein Licht aufgeht, wird das wohl noch ein paar Jahre so weiter gehen.
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