Bundespolizei stoppt Schleuserwerbung

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Staatsanwaltschaft und Bundespolizei stoppten einen deutsch/iranischen Schleuserring. Die Bande hatte in iranischen Zeitungen für Reisen nach Deutschland mit gefälschten Dokumenten geworben. Bei zahlreichen Wohnungsdurchsuchungen in Nordrhein-Westfalen und Frankfurt am Main stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher.

Gewöhnlich finden die mitunter skrupellosen Machenschaften der Schleuser im Verborgenen statt. Doch der jüngste Fall, in dem Staatsanwaltschaft Kleve und Bundespolizei Köln ermitteln, wirbt eine Bande ganz offensiv in Zeitungen für ihre illegalen Dienste. So wurden per Zeitungsinserat "Reisen" vom Iran nach Deutschland mit gefälschten Dokumenten, erschlichener Visa oder Aufent-haltserlaubnisse angeboten. Dabei sollten im wesentlichen die erforderlichen Unterlagen für die Anträge "organisiert" und damit zur Verfügung gestellt werden.
Innerhalb von zwei Monaten wollten rund 25 "Kunden" das Angebot in
Anspruch nehmen, doch in den vergangenen Tagen schlugen die Ermittler
zu. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kleve durchsuchte die Bundespolizei Wohnungen im Rheinland sowie Raum Frankfurt und stellte umfangreiches Beweismaterial sicher. Hierunter befanden sich neben einer Vielzahl von Ausweiskopien, rund 10.000,- Euro Bargeld und zahlreiche Datenträger, die nun ausgewertet werden. Bei dem Kopf der Bande handelt es sich um eine 67-jährige iranische Frau aus Kleve.
Die Ermittlungen werden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kleve
durch die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Köln
geführt und dauern an.
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