Frühling auf der Rheinpromenade in Emmerich

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Ich leb' schon lang in dieser Stadt.
So fremd wie heut war sie mir selten.
Was ist's, was sie verändert hat?
Liegt sie noch zwischen Praest und Elten?

Ein Licht wie an der Adria!
Die Sonne strahlt durch alle Gassen.
Das Land liegt flach wie immer da
und will dazu so recht nicht passen.

Das macht, der Frühling ist heut Nacht
am Niederrhein hereingebrochen
und zeigt sich nun in voller Pracht.
Der Winter hat sich still verkrochen.

Tief unten glimmt der Rhein vor Land.
Hoch auf dem Kai flanieren Frauen
mit ihren Lovern Hand in Hand,
die stolz auf sie herniederschauen.

Die Damen trippeln stets ein Stück,
schauen dann aufs Wasser traumverloren.
Aus ihren Blicken spricht das Glück
so selbstbewusst und unverfroren.

Nur ich schleich müde (mir wird kalt)
die Promenade auf und nieder
in dem Bewusstsein: Ich bin alt!
Die Jugendzeit, sie kehrt nie wieder.

Doch tröstlich finde ich für mich:
Du Emmerich, mein kleines Städtchen,
bist ja viel älter noch als ich.
Mein mittelalterliches Mädchen!
Dich mag ich, ja, dich liebe ich!
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