Glückwunsch: Sie sind jetzt Gesellen

Anzeige
Die ehemaligen Auszubildenden des Bauhandwerks erhielten jetzt im Rahmen der Lossprechung bei der Bauunternehmung Köster ihre Gesellenbriefe. Foto: Jörg Terbrüggen

Dass die Mikrofonanlage irgendwann ihren Geist aufgab, störte bei der Lossprechungsfeier der Baugewerbe-Innung des Kreises Kleve auf dem Betriebsgelände der Bauunternehmung Köster niemanden. Vielmehr freuten sich hier 23 Lehrlinge über das Ende ihrer Lehrzeit. Mit Freunden und Eltern wurde das mit kühlen Getränken und einem leckeren Spanferkel gefeiert.

Für Obermeister Michael Köster war es an diesem tag ein Heimspiel. Er begrüßte die wichtigsten Personen des Tages, nämlich die Junggesellen, deren Ausbilder, den Prüfungsausschuss und die Ehrengäste auf seinem Betriebsgelände. Zu den Ehrengästen zählte an diesem Tag besonders die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks.
"Sie sind eine von uns vom Niederrhein", begrüßte er die Ministerin, die er kennen und schätzen gelernt habe. Daher sprach er in seiner kurzen Rede auch gleich etwas an, was dem Baugewerbe sehr zu schaffen macht, nämlich die Lohnkosten. "Wir zahlen im Vergleich zu Subkolonnen ein Viertel mehr, was für uns ein Nachteil ist. Das Bauen wird immer teurer, das liegt aber nicht an uns, sondern an den immer größeren Auflagen. Damit müssen wir jeden Tag fertig werden."
Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze sprach von einem bedeutsamen Abschnitt im Leben der Junggesellen. "Für euch hat es sich gelohnt durchzuhalten." Das Zeugnis biete nun viele berufliche Chancen, es sei eine wichtige Sprosse auf der Stufenleiter. "Jetzt sind sie fit für den beruflichen Alltag", so Hinze. Er versprach alles dafür zu tun, dass der Standort Emmerich günstige Rahmenbedingungen bieten kann.
"Vor zehn Jahren war man der Meinung, Deutschland wäre fertig gebaut", bemerkte Bundesminsiterin Hendricks in ihrer Ansprache. Das sei allerdings eine völlig falsche Annahme gewesen. "Sie haben sich für den Bau entschieden, und das war eine gute Entscheidung. Wir brauchen 300.000 bis 400.000 Wohnungen in Deutschland. Sie werden also in absehbarer Zeit genug zu tun haben."
Hendricks verwies darauf, dass Bund und Land gut ausgebildete Fachhandwerker und Bauingenieure brauche. Innungsbester im Ausbildungsberuf Maurer wurde Thomas van Brandenburg aus Emmerich und Fabian Bosch aus Kalkar. Im Ausbildungsberuf Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Zimmerarbeiten gelang dies Philipp Heger aus Rees.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.