Premiere: Weihnachtsmarkt am Bürgerhaus

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Nicht nur Adventgestecke gab es auf dem Weihnachtsmarkt in Bienen zu kaufen. Fotos: WachterStorm

Es war diesig an diesem Samstagmorgen. Ein ungemütliches Wetter. Dennoch machte sich der ein oder andere auf den Weg zum Bürgerhaus in Bienen, wo eine kleine Premiere stattfand: der 1. Bienener Weihnachtsmarkt.

Rainer van Laak hatte die Idee zu dieser Veranstaltung. Zwei, drei Aufrufe in den Zeitungen und schon hatten sich über 30 „Händler“ angemeldet. Wobei das Wort Händler nicht in seiner eigentlichen Bedeutung zu sehen war. „Wir haben viel Wert darauf gelegt, dass keine professionellen Anbieter dabei sind“, erklärte van Laak. Die meisten von ihnen kamen aus dem näheren Umfeld, stellten morgens ihren Pavillon auf (eine Standgebühr war nicht zu entrichten) und breiteten auf den Tischen ihre selbst gefertigten Produkte aus.
Wer noch auf der Suche nach einer schönen Stadtansicht der Rheinstadt Rees war, der fand direkt am ersten Stand verschiedene Motive mit Pegelhäuschen oder der Kirche. Eine ausgefallene Idee hatten die Damen vom Kartenclub „Nemanemü“ aus Rees. Statt die Hosen der Kinder auf dem Second-Hand-Basar zu verkaufen wurden daraus einfach Organizer gemacht. Alte Hosen, Hemdärmel und Jeanstaschen wurden zu einem Gesamtkunstwerk zusammengenäht. Ob im Badezimmer für Kamm, Bürste und Deo oder in der Küche für Kochlüffel oder Putzutensilien - eine praktische Angelegenheit.
Am Stand der Heimathirschen aus Bienen gab es leckeren Christstollen, gebacken vom Vorsitzenden Hansi Schlaghecken. Die Einnahmen sind für die unlängst geklaute Dachrinne des Bürgerhauses bestimmt. Auch die Philippinenhilfe aus Bienen war mit einem Stand vertreten. Hier gab es Taschen, Schmuck, Brieftaschen und Karten. Ein echter Hingucker waren Henning und Matthias Nehring. Beide sind gelernte Schlosser und Schmiede. Mit einem großen Hammer schlugen die beiden auf das auf dem Ofen bei 800 bis 900 Grad erhitzte Stück Metall ein, um es zu formen. So entstand zum Beispiel aus einem alten Schraubenschlüssel ein Schuhanzieher.
Liköre, Plätzchen, Adventkränze, gefilzte und gehäkelte Sachen - das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt war sehr umfangreich. Zwar hielt sich der Besucherandrang am Samstagmorgen noch in überschaubarem Rahmen, doch das störte Rainer van Laak nicht. „Man muss ja erst mal den Anfang machen. Und wir werden es im kommenden Jahr auf alle Fälle wiederholen. Und dann schauen wir mal weiter.“
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