Gehen die Arbeiten am Waldhotel im Mai weiter?

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Dieser Teil soll abgerissen werden. Hier befindet sich das Schwimmbad und der Fitnessraum im Keller. Foto: Jörg Terbrüggen

Es war mal der Anziehungspunkt in Hochelten. Die Rede ist vom einstigen Kurhaus und späterem Waldhotel. Von Wohlfühlhotel, wie es auf dem Baldachin am Eingang steht, ist hier im Moment allerdings nicht viel zu sehen.

Eigentlich ist dort momentan gar nichts zu sehen, denn es wird seit geraumer Zeit auch nicht mehr am Hotel gearbeitet. „Die haben oben unter dem Dach die Holzwände abgerissen, mehr aber nicht“, erzählte uns ein direkter Anlieger. „Jetzt haben sie ja wenigstens die Fenster zugemacht, die im Winter weit offen standen.“ Das hört sich nicht nach baulichen Aktivitäten an.
Der neue Inhaber seit vor zwei Wochen vor Ort gewesen. „Er hat mir gesagt, dass er nach der Kirmes in Didam im Mai hier weitergehen soll.“ Na das wäre ja mal eine gute Nachricht. Denn ansonsten hat sich hier nicht viel getan. Alles sieht noch so aus, wie bei der Präsentation durch den neuen Eigentümer. Das einstige Kurhaus auf dem Eltenberg steht seit nunmehr sechs Jahren leer und verkommt. Das sollte sich eigentlich durch den neuen Käufer aus den Niederlanden möglichst schnell ändern. Dann sollen nämlich die beiden Anbauten auf der Seite zum Wald abgerissen werden. „Das kann ich überhaupt nicht verstehen“, bemerkte der Anlieger. „Unten im Keller gibt es ein großes Schwimmbad, eine Sauna, einen Fitnessraum und eine Kegelbahn.“

Der Prinz war auch mal da

Er hat viele der Eigentümer gekannt. „Wilhelm Aexander hat hier auch schon mal geschlafen. Sein Wagen war stehen geblieben. Auch Rex Gildo und Leute vom Fernsehen haben hier genächtigt.“ Das Hotel sei immer voll gewesen, als es nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1950 von Willi Heiting gekauft wurde. „Nach seinem Tod hat es seine Frau noch drei bis vier Jahre gehabt.“ Dann kam Anton Aaldring. Der führte es bis 1996, dann übernahm Fred Grieshaver. Als er 2009 aufgab, ließ sich kaum noch ein Hotelgast blicken.
Die Zeiten, in denen auf den beiden Plätzen im Wald Tennis gespielt wurde, gehören längst der vergangenheit an. „Da saßen die Leute bei schönem Wetter auf den Bänken und ließen sich ihre Getränke vom Personal bringen“, erinnerte sich der nachbar. Die beiden Plätze gibt es noch heute, doch von dem roten Belag ist nicht mehr viel zu sehen. Ein Netz hängt noch an einem aus dem Boden ragenden Pfahl, das andere liegt zusammengerollt unter zwei Stühlen am Eingang. Auch die vier Flutlichtmasten stehen noch.
„Ich hoffe mal, dass der Neue es schöner macht“, wünscht sich der Nachbar.
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