Heilkräuter aus dem heimischen Garten - der Salbei

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Der echte Salbei ist ein Allround-Genie. Das wussten und nutzten schon unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren. Wie er aussieht, ist, glaub ich, bekannt. Wie er schmeckt, auch. Denn seine Bitterstoffe gehören nicht gerade in die Kategorie: hmmm, lecker!

Ich erinnere mich, dass ich früher mit Salbei gurgeln musste, wenn ich Halsweh hatte. Und auch, dass ich dann meistens rückwärts gegurgelt habe...
Inzwischen schätze ich ihn aber sehr. Dass er bei Halsentzündungen und Heiserkeit wirksam hilft, ist hinlänglich bekannt. Aber er hilft auch dem Bauch bei der Verdauung. Der Wirkstoffkomplex seiner ätherischen Öle ist eine Powerladung, die Krankeitserreger bekämpft, also gegen Bakterien und sogar auch gegen Pilze hilft. Und wenn es einen schon zu packen hatte, bringt der Salbei den Patienten wieder auf die Füße. Na, ja, er hilft jedenfalls mit.
In größeren Konzentrationen soll er gegen übermäßiges Schwitzen oder Schweißausbrüche und Hitzewallungen helfen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. - Aber für so ein kleines Fläschchen kriegen Sie mehr Pflanzen, als Sie je brauchen werden!
Was ich persönlich am Salbei besonders schätze, ist seine Heilkraft im Mundraum. Jeder wird das kennen: man kaut - und beißt sich in die Wange. Oder das Zahnfleisch ist wund, oder, oder. Jede Wunde an den Mundschleimhäuten bekommt bei uns ein Salbei-Pflaster. Einfach ein Blatt abpflücken, eine kleine Ecke reicht schon aus, und in den Mund legen. Dahin, wo es weh tut. Einfach einklemmen. Bei Prothesenträgern: ein winziges Stückchen auflegen, Prothese oben drauf. Fertig.
Denn: die Gerbstoffe ziehen die Schleimhäute zusammen, und damit auch die Wunden. Ganz einfach und ohne Zauberei.
Der Tee von Salbeiblättern ist nicht nur gesund, sondern auch erfrischend und durststillend. Vier bis fünf Blätter mit heißem Wasser übergießen und etwas ziehen lassen. Ich fülle den Liter Tee dann ab in die Warmhaltekanne und so haben wir den ganzen Tag über was davon. Am besten erntet man die Blätter im Mai vor der Blüte oder hinterher so im August/ September. Aber Vorsicht! Man darf es nicht übertreiben mit dem Salbei. Den Tee nur kurmäßig anwenden oder bei Bedarf ein, zwei Blättchen frisch. Denn zuviel führt aufgrund der Inhaltstoffe zu Vergiftungserscheinungen. Keinen tragischen, aber doch unangenehmen. Nie vergessen, der Salbei ist eine Heilpflanze, die man nicht unkontroliert zu sich nehmen sollte. Antibiotika schüttet man ja auch nicht einfach so in sich hinein.
Außerdem ist Salbei für Schwangere, Babys, Kleinkinder und Asthmatiker (hab ich gelesen) oral eingenommen, nicht empfehlenswert! Trotzdem: nicht bange machen lassen: der echte Sabei ist ein absolut unverzichtbares, wichtiges Heilkraut.
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6 Kommentare
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Nicole Altmeyer aus Witten | 07.08.2013 | 16:32  
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Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 07.08.2013 | 16:53  
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Christel Wismans aus Emmerich am Rhein | 07.08.2013 | 18:45  
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Siglinde Goertz aus Uedem | 07.08.2013 | 20:06  
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Christel Wismans aus Emmerich am Rhein | 07.08.2013 | 21:12  
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Heidrun Kelbassa aus Goch | 07.08.2013 | 23:48  
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