Mit schwerem Gerät an der Bahn

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Bürgermeister Johannes Diks und DB-Projektleiter Stefan Ventzke an der Baustelle an der Baumannstraße. (Foto: DB)

Staub wirbelte nur der vorbeifahrende Zug auf. Die große Drehboranlage, die am Mittwochmorgen an der Baustelle Baumannstraße eintraf, blieb dagegen unberührt. In den nächsten Tagen sorgt sie allerdings dafür, dass hier demnächst ein festes Fundament für die neue Straßenüberführung entsteht.

Schon seit einigen Wochen sind hier die Arbeiten im Gange. Dort wo früher einmal Rasen lag, sind momentan die Bagger im Einsatz um die Vorbereitungen für die spätere Straße zu treffen. Die führt dann im kommenden Jahr über das erste neue Brückenbauwerk entlang der Bahnstrecke Arnheim - Oberhausen.
Mit einem Schwerlasttransporter wurde die 24 Meter hohe und 85 Tonnen schwere Drehboranlage zur Baustelle an der Baumannstraße gefahren. Die 22 Bohransatzpunkte sind bereits vorhanden, an denen sich die Drehboranlage zu schaffen macht. Elf auf der einen Seite der Bahnlinie und elf auf der anderen. Über eine Bohrschnecke hebt das schwere Geräte, das von weitem aussieht wie eine gelbe Giraffe, das Erdreich auf.
Etwa 1,20 Meter ist das Loch breit, in das ein Bewehrungskorb eingeführt wird, der dann mit Beton gefüllt wird. Etwa einen Tag werden die Arbeiten für nur eines dieser Löcher andauern. Dann ist das erste von insgesamt 22 Tiefgründungsfundamenten fertig. Vier Wochen dauert die Herstellung der Fundamente insgesamt. Im August soll dann das Brückenbauwerk über die Gleise auf die Stahltragglieder eingesetzt werden. „Dazu werden wir die Strecke komplett sperren“, erklärte Projektleiter Stefan Ventzke. Insgesamt 19 Meter lang und 6,50 Meter breit wird das Brückenbauwerk sein.
„Wann die ersten Autos über die Brücke fahren werden, kann ich noch nicht sagen. Es wird aber erst im kommenden Jahr sein“, so Ventzke. Bis dahin wird der Bahnübergang Kerstenstraße weiter geöffnet bleiben. Erst nach Inbetriebnahme der Eisenbahnüberführung wird er geschlossen. 5,5 Millionen Euro kostet die Maßnahme. „Bei der üblichen Drittelbeteiligung von Bund, Land und Kommune müssten wir 1,8 Millionen Euro bezahlen“, so Bürgermeister Johannes Diks. „Aber nur, wenn es keinen Konsenz mit der Bahn geben würde.“ Diks freute sich, dass nach vielen Jahren des Redens man nun endlich aktiv werde. „Wenn dieses Bauwerk fertig ist, dauert es allerdings wieder, bis es weiter geht.“ Dennoch ist er insgesamt zufrieden mit dem Konzept, wie in Emmerich die Bahnübergänge beseitigt werden.
Paralell zur Bohrung arbeitet die Bahn bereits auf beiden Seiten der Bahnlinie an der Dammschüttung für die Straße, die über die Gleise führt. Es ist die erste größere Baumaßnahme im Rahmen der Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen im Emmericher Stadtgebiet. Es war ein vorgezogenes Planfeststellungsverfahren im Abschnitt 3.3, daher auch der vorzeitige Beginn.
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