Klares Votum für die Gesamtschule

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Wer mit einer großen Resonanz im Europasaal gerechnet hatte, der wurde maßlos entäuscht. Drei Lehrer und fünf Mütter verfolgten die spannende Auszählung der Elternbefragung.

Um kurz nach zehn Uhr begann das fünfköpfige Zählteam mit dem Öffnen der 630 zurück geschickten Briefe. 872 hatte die Stadt an die Eltern der Kinder geschickt, die zurzeit das erste, zweite oder dritte Schuljahr besuchen. „Zunächst werden wir nach Klassen sortieren, anschließend geht es um die Frage nach einem gemeinsamen längeren Lernen und schließlich um die Frage nach der Sekundar- oder der Gesamtschule“, erklärte Dirk Loock vom Schulamt das Prozedere.
Nun wurden die Umschläge geöffnet und den jeweiligen Schulen zugeordnet. Dann wurde nach den Klassen eins bis drei sortiert. Jetzt ging es schon einmal um die wichtige Frage nach dem längeren gemeinsamen Lernen. Das erste Ergebnis war durchaus positiv, denn 456 entschieden sich für ein längeres, gemeinsames Lernen, 158 waren dagegen. Diese 456 Zettel wurden nun noch einmal gezählt, denn nun ging es um die Entscheidung: Sekundar- oder Gesamtschule. Es wurde gezählt und gezählt, bis ein Ergebnis feststand. So glaubte man. Doch das Resultat stimmte nicht mit der Zahl 456 überein. Also wurde erneut gezählt. Dann stand das Ergebnis fest: 324 für die Gesamtschule, 122 für die Sekundarschule. Nun muss der Rat im Juli eine entgültige Entscheidung fällen.
Erste Reaktion von Karin Heering (CDU): „Ob das die richtige Entscheidung ist, wage ich zu bezweifeln.“ Anke Wardemann, Mutter einer Tochter: „Wie erwartet. Ich war hin- und hergerissen, aber ich kann mit dem Ergebnis gut leben.“ Christiane Feldmann, Rektorin der Realschule: „Ich bin froh, dass so viele ihre Meinung geäußert haben. Es ist keine Entscheidung zwischen richtig und falsch. Sie haben sich für ein längeres gemeinsames Lernen entschieden.“
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