Jetzt kommt der Fußballprinz aus Praest

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Regieren bald die Emmericher Narren: Michael Kühn und seine Frau Kathi. Foto: Jörg Terbrüggen

Seine große Liebe gehört dem Fußball, nach seiner Frau versteht sich. Doch einmal im Jahr tauscht Michael Kühn den grünen Rasen gegen die Narrenkappe, die Spannung am Spielfeldrand gegen die ausgelassene Stimmung im Saal. Die fünfte Jahreszeit hat ihn dann fest im Griff. Und in diesem Jahr mehr denn je.

Viele Jahre schon trägt der 52-jährige Industrie- und Firmenberater der R+V Versicherung den großen Wunsch mit sich herum, einmal im Leben Prinz Karneval sein zu dürfen. Wenn man 28 Jahre aktiv dem närrischen Treiben verbunden ist, sicherlich ein nachvollziehbarer Traum. Nun wird er für den jecken Fußballfreund wahr, und das im Jubiläumsjahr das Groß Emmericher Carnevals Komitee. „Bedingt durch das 44-jährige Jubiläum kam für mich erleichternd dazu, dass der Prinz aus dem GECK-Komitee kommen sollte.“ Als dann auch noch seine Frau Kathi sagte, sie würde mitziehen, war die Sache klar.

Prinzessin von der Bühne beeindruckt

Die 46-jährige Bürokauffrau sieht das alles ganz locker – noch. „Gedanken mache ich mir im Moment keine. Wenn ich mich zu viel mit dem Thema beschäftige, denke ich umso mehr darüber nach“, schmunzelte Kathi Kühn, die seit 2008 die Frau an der Seite des Vorsitzenden des RSV Praest ist. Bei der letzten Probe auf der großen Bühne im Stadttheater erfuhr sie allerdings hautnah, was es heißt auf einer solchen zu stehen. „Ich dachte nur oh Gott, oh Gott.“ Aber sie hat ja einen absoluten Profi an ihrer Seite. „Ich lebe Karneval und weiß was dahinter steckt, schließlich habe ich schon 28 Prinzenpaare erlebt“, bemerkte Michael Kühn. Doch was ist ein Prinzenpaar ohne Garde. Die stand so schnell fest wie selten zuvor.
„Wir haben im April letzten Jahres zugesagt und fünf Wochen später stand unsere komplette Garde“, freute sich der designierte Karnevalsprinz. Sieben Leute kommen aus dem Komitee, der Rest von den Schützen und dem Freundeskreis. Sieben Familienmitglieder zählen ebenfalls dazu. Im August 2013 gab es die erste Kennenlern-Party und seit April diesen Jahres wird eifrig geprobt. „Es wird einen fetzigen Gardetanz geben, bei dem wir auch zum Teil mittanzen“, so Kühn. Er zieht den Hut vor allen Beteiligten, die neben ihrem Beruf und ihren anderen Verpflichtungen dreimal in der Woche hart trainieren. „Das unterschätzen viele, aber da steckt schon eine Menge Arbeit hinter. Es stimmt wenn viele sagen, ohne Garde ist ein Prinz gar nichts.“

Der Fußball rückt ins zweite Glied

Nun rückt der Fußball also für die Karnevalszeit in die zweite Reihe. Da trifft es sich gut, dass der RSV erst nach Aschermittwoch wieder auf dem Rasen auf Torejagd geht. Nach der Proklamation stößt das Prinzenpaar Silvester bei einer gemeinsamen Party mit der Garde auf die fünfte Jahreszeit an, die nur knapp sechs Wochen dauert.
Die offizielle Prinzenproklamation findet am 8. November um 19.30 Uhr im Stadttheater statt. Darauf freuen sich alle schon jetzt.
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