Seifenkistenrennen: „Es ist ein besonderer Kick“

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Leider schafften es nicht alle aus eigenem Antrieb bis ins Ziel. Hier mussten die Helfer anschieben. Foto: Ralf Beyer

Der Berg rief, und das nun schon zum zweiten Mal. Was so erfolgreich im letzten Jahr begann, wurde in diesem Jahr mit leichten Veränderungen fortgeführt. Die mutigen Fahrer bretterten in ihren heißen Kisten wieder die Piste in Elten herunter. Ein Wahnsinns-Erlebnis.


Im Zielbereich des Seifenkistenrennens herrschte gestern beste Stimmung. Zahlreiche Zuschauer hatten sich Stühle, Decken und andere Sitzmöglichkeiten mitgebracht und verfolgten im Kreise vieler Freunde und Bekannte das Treiben auf und abseits der Piste. Denn das Fahrerlager lag in diesem Jahr neben dem Zielbereich am Findling. Unter einem großen Fallschirm wurde eifrig geschraubt, diskutiert, gelacht und ausgeruht. Erstmals dabei war das Team der Revision der Sparkasse. Ihr Gefährt war vor allem bei den Kindern äußerst beliebt. Hatten sie doch „Scrat“ aus ICE Age nachgebaut, der immer noch hinter der Eichel hinterher ist. Die Ähnlichkeit aus Pappmache war frapierend und sehr gelungen. „Man kommt dabei wieder ins Kindesalter zurück“, meinte Christian Bergs. Drei Monate haben sie an der „Kiste“ gebaut. „Wir mussten uns erst einmal schlau machen, wie das mit den Bremsen funktioniert“, so Team-Mitglied Andre Fischer.

Alles ist möglich

Eine alte Harley diente beim Team Endzeit als fahrbarer Untersatz. Die fand sich in einer Garage. „Einige Teile konnten wir davon ganz gut gebrauchen“, so Christoph Aldering. Ein Brett diente als Auflage, die Räder stammten von einem Berg-Kettcar. „Besonders die Bremsen und die Lenkung benötigten viel Aufwand.“ Mit dabei auch das Team Endspurt. Die hatten allerdings im Training etwas Pech. Die Achse war gleich zwei Mal verbogen, so dass bis tief in die Nacht in der Werkstatt herumgeschweißt werden musste. „Simon Schütte: Im letzten Jahr hat das hier so viel Spaß gemacht, da konnten wir nicht anders als den Titel zu verteidigen.“
Auf vier Bierkisten nahmen die Fahrer vom Team „Kaffeegarage“ Platz. Pascal Scholten hat das Gefährt gebaut. „Letztes Jahr hatten wir direkt am Start einen Achsbruch. Aber man lernt ja aus seinen Fehlern“, schmunzelte Jörg Billion. Nun lässt sich der neue „Durstlöscher“ super lenken und bremsen. „Es ist ein besonderer Kick den Berg runter zu fahren“, strahlte Billion. „Da fühlt man sich direkt an Kindheitsträume erinnert“, fügte Mitfahrer Ivo Thomas hinzu.
Sechs mutige Frauen gab es im Team „Laubis“. Sie hatten sich „im satten Kopp“ entschieden mitzumachen. Mit ihrer Kuh zogen sie ebenfalls die Blicke auf sich. „Wir sind allerdings keine Rampensäue“, lachte Rabea Loffeld, „denn wir starten nicht von der Rampe“. Mit von der Partie auch „Die Wilde 5“. Sie sind in Elten bekannt, stellten sie doch vor ein paar Jahren das Dreigestirn. „Als Eltener müssen wir dabei sein“, meinte Initiator Clemens Meyer. Drei bis vier Wochen haben sie an ihrem „Flitzer“ gebaut, haben immer wieder etwas verändert. „Du kriegst Respekt in der Kiste“, so Meyer. „Das ist ein ganz schönes Geklappere“, bemerkte Dieter Kraushaar.

Schalke-Fans dabei

Ganz in blau und weiß hat Familie van Brandenburg ihren „Brandy 04“ gehalten. „Im letzten Jahr waren wir mit dem „Bett-Mobil“ dabei. Jetzt wollten wir eine andere Kiste bauen“, erzählte Thomas van Brandenburg. Da alle in der Familie Schalke-geck sind, war die Idee zum neuen Gefährt schnell vorhanden.
Mehr über die Rennen im Junior-, Senior- und Damencup erfahren Sie in der Mittwochsausgabe.
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