Teil 1: Vorfreude aufs Vagabundenleben

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Startbereit
Zwei mal werden wir noch wach, dann ist ...
...es endlich wieder so weit.
Wir werden sorgfältig die Haustüre abschließen, ein letztes Mal Technik und Gepäck überprüfen und dann werden wir unsere Zweizylinder anlassen. Endlich!
Knapp vier Wochen liegen vor uns. Vier Wochen süßes Nichts Tun. Nun ja, im üblichen Sinne: keine Arbeit, keine Leistung, keine Anforderungen, keine Hetze, kein Ärger, kein Stress, kein Muss! Natürlich tun wir was. Sogar recht viel im Vergleich zu manchem Strandurlauber. Jeden Morgen werden wir uns in dicke Motorradklamotten zwängen, das Gepäck aufrödeln, hoffen, dass wir nichts vergessen haben und abends geht das ganze rückwärts: Koffer runter, raus aus den Klamotten, Wäsche waschen und ran an die Tourplanung für den nächsten Tag. Strecken auswählen, Hotels suchen, Zwischenstopps planen.

Onroad und offroad

Dazwischen werden jeden Tag 200 bis 400 km schönste Motorradtouren liegen, rauf und runter, links rum und rechts rum, gemütlich und zügig, über Asphalt, Schotter und Geröll. Wahrscheinlich werden wir schwitzen und nass werden, die Füße in klaren Bergseen kühlen und den geplagten Hintern auf weiches Gras betten. Wir werden durch Wälder fahren, vielleicht sogar auf Schnee treffen und an Wasserfällen picknicken, ein Schläfchen auf der Wiese machen und bei leckerem Baguette oder Pizza unsere Eindrücke verdauen. Sicherlich werden wir auf andere Vagabunden treffen, die es genau wir wir lieben, mit nichts als einem Motorrad und zwei kleinen Motorradkoffern ohne große Vorplanung unterwegs zu sein. Wir werden Karten studieren und Navis programmieren, Foto- und Videokamera füttern, Berichte schreiben und Grüsse senden. Ja, das alles erwartet uns. Wir könnten platzen vor Vorfreude, der schönsten Form der Anspannung.
Letzte Vorbereitungen werden getroffen, Kleidung und Werkzeug eingepackt, sich noch mal gründlich um Haus und Hof gekümmert, ein kurzes Schwätzchen mit den Nachbarn und Haushütern und dann wird es los gehen.

Cote d’Azur und Italien

Die Vorderräder sind in diesem Jahr nach Süden ausgerichtet. Endlich wieder Berge, Alpen, genauer: die Westalpen. Die Route des Grandes Alpes: schon der Name klingt nach Abenteuer, ein „Must Do“ für Motorradfahrer auf dem Weg zu unserem ersten Ziel: die Cote d’Azur. Wir wollen das Land der Schönen und Reichen, Sommer, Sonne, Boote und die Grand-Prix-Strecke in Monaco mit dem Motorrad erkunden. Danach erwarten uns spannende Offroad-Pisten in Ligurien. Ein Besuch der GP-Strecke von Monza steht auch auf dem Programm, bevor wir uns an den norditalienischen Seen Zeit zum Relaxen nehmen wollen. Von hier aus nehmen wir Anlauf für die Dolomiten und die österreichischen Alpen.
Vor uns liegen vier Wochen Vagabunden-Leben. Wochen, in denen wir uns treiben lassen können, in denen Freude an der Natur und Fahrspass unser Kompass sein werden. Nur noch zwei mal schlafen...
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1 Kommentar
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 02.07.2015 | 10:57  
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