Teil 3: Route des Grandes Alpes

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Jetzt wissen wir, was die beiden mit uns vorhatten. Die komplette Route des Grandes Alpes war angesagt. Natürlich haben sie uns auch den Mont Blanc nicht vorenthalten. Danach ging es aber richtig los. Bei immer noch 40 Grad in den Tälern ging es die Berge rauf und runter. Da wurde uns richtig warm unter der Verkleidung. Besonders wenn wir durch kleine Orte mit noch kleineren Strassen zockelten, holten wir uns auf den aufgeweichten Teerflicken heiße Füsse. Und wir wurden ganz schön durstig. Zum Glück gab es genügend Tankstellen. Wir steuerten einige davon an, schließlich musste erst gelernt werden, auf französisch mit Karte zu tanken. Bei der Affenhitze waren wir mit der normalen Spritmenge nicht zufrieden. Schließlich wurde uns auch einiges abverlangt.

Hoch – höher - am höchsten

Wir mussten ganz schön klettern. Am höchsten hinauf ging es auf den den Col d’Iseran. Der höchste befahrbare Bergpass ist ganze 2764 m. hoch. Hier wurde die Luft ganz schön dünn, dafür aber zum Glück kühler. Kaum war man über zig Kehren und Kurven wieder im Tal gelandet und hatte sich vom Drehschwindel erholt, ging es schon rauf auf den nächsten Berg. So verlief der gesamte Tag. Dabei war volle Konzentration gefragt, besonders in den engen Kehren. Kupplung und Getriebe hatten keine Langeweile. Die tolle Aussicht verschaffte dem Gasgriff eine moderate Stellung. Besonders gut hat uns der Col d’Izoard gefallen. Hier sah es aus wie auf dem Mond.
Am Col du Telegraph legten wir eine Verpflegungspause mit regionalen Köstlichkeiten vom Markt ein. Dann ging es weiter zum Col de Galibiers, Auf 2646 m Höhe parkten wir inmitten einer fantastischen Rundumsicht auf die französischen Alpen.
Die Zufahrt allerdings mussten wir uns mit hunderten Radfahrern teilen. Hut ab vor den unmotorisierten Zweirädern und ihren Pedalrittern!
Ein besonders wichtiger Berggipfel stand noch aus: der Col de la Bonette mit seiner höchst befahrbaren Strasse auf 2860 Metern. Hier wartete nach dem Gipfelfoto eine besondere Aufgabe auf uns: eine Offroad-Piste, die es in sich hatte. Es ging kilometerlang über Stein und Stein. Kleine Bäche und Pfützen sorgten für nasse Räder. Vorbei war es ab jetzt mit dem sauberen Aussehen.
Nach dieser staubigen Etappe waren wir froh, als wir wieder gewohnten Asphalt spürten. Allmählich wurden wir müde. Auf dem Col de Turini, bekannt durch die Rallye Monte Carlo, fanden wir einen ruhigen Schlafplatz. Wir dachten noch mal zurück an die Begegnungen des heutigen Tages mit spanischen und französischen Transalps. Gerne hätten wir uns noch länger über unsere Reiseerfahrungen ausgetauscht, wenn wir der Sprache mächtig gewesen wären. Für den nächsten Tag steht der Abschluss der etwa 7oo km langen Route des Grandes Alpes an. Wir freuen uns dann auf die Cote d’Azur.
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