Kicker-Nachwuchs trainiert beim RSV

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Simon Nepper (8), LukasTerstegen (9) und Lukas Beije (8) nutzen die kommandierte Trinkpause, um sich für den Waldlauf fit zu machen.

Wie die Flummis hüpfen die Kinder im Minitor hin und her, versuchen zu berechnen, in welche Ecke Pascal Königs wohl zielen wird. Hinter seinem Schuss sitzt ordentlich Kawupp und die Jungen fliegen in der Hoffnung in die Ecken, den Ball des Vorbildes im roten Trikot halten zu können. Königs macht das Torwarttraining im Rahmen der Fußballschule, die der RSV Praest jetzt wieder für interessierte Kinder anbot. Königs kickt eigentlich beim SC 26 Bocholt. Gemeinsam mit vier weiteren Trainern bringt er die 52 Kinder auf Trab, trainiert Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, die Berechnung der Flugbahn des Balles.



Initiator Thomas Schmitz ist Jugendtrainer beim RSV Praest, das Projekt Fußballschule nennt er liebevoll ‚mein Baby’. Vor exakt zehn Jahren hat er ins Leben gerufen, was sich inzwischen als fester Bestandteil des Sommerferienprogramms etabliert hat: Die Fußballschule, die er gemeinsam mit Jupp Tenhagen und weiteren Trainerkollegen umsetzt erstreckt sich über drei Tage. Sie richtet sich an alle Kinder, ganz gleich, ob sie nun schon in einem Verein kicken, oder den Sport ersteinmal kennenlernen wollen. Emmerich, Elten, Rees oder Wesel … hier schlummert sicherlich das ein oder andere Talent, denn Jupp Tenhagen hat so etwas schon früh im Blick: „ Sicherlich kann man hier keine Prognosen darüber abgeben ob jemand mal in der Bundesliga spielen wird. Natürlich sieht man sehr schnell, wo vielleicht ein spezielles Talent schlummert, das man fördern sollte. Der Ansatz der Fußballschule ist aber nicht der Leistungssport. Es geht einfach darum, dass die Kinder Spaß haben“, so die Einschätzung des Experten. Wer sich anmeldet und zum Trainingsbeginn erscheint, der wird erst einmal eingekleidet: Knallblaue Trikots sind es in diesem Jahr, für die Jupp Tenhagen gesorgt hat. Außerdem bekommt jeder Teilnehmer einen Trainingsball, den er auch mit nach Hause nehmen darf. Ansonsten sind es bunte Markierungen, Hütchen, Maßbänder, die beim Fußballtraining zum Einsatz kommen.

Spaß und Disziplin

Das wichtigste Instrument aber ist wohl die laute Stimme der Trainer; hier tanzt niemand aus der Reihe, hier sind die Kids auf der Spur, hier herrscht – trotz allen Spaßes – eine gewisse Disziplin. So ist der eine oder andere dankbar, wenn der Trainer ‚Trinkpause’ kommandiert. Die neunjährige Lara ist diesmal das einzige Mädchen: „Das macht aber nichts. Ich spiele schon seit sechs Jahren Fußball und auch mit Jungens“, so die souveräne Kickerin. Auch für den neunjährigen Hennig ist diese Fußballschule nichts Außergewöhnliches mehr: „Seitdem ich im Fußballverein bin, nehme ich jedes Mal teil. Das ist echt toll. Hier gibt es ein gutes Training. Auch Konditionstraining!“, ist der Nachwuchskicker hochzufrieden mit dem ersten Trainingstag.
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