Spannender Dreikampf um Königswürde

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Der neue Schützenkönig Martin Mölder konnte sein Glück zunächst überhaupt nicht fassen. Er regiert nun die Hüthumer Schützen. Foto: Ralf Beyer

Es ist vollbracht. Der erste Schützenkönig im Stadtgebiet Emmerich steht fest. Sein Name: Martin Mölder. Er ließ sich Christi Himmelfahrt bei der St. Georg-Schützenbruderschaft Hüthum feiern.

Traditionell eröffnen die St. Georg-Schützen nach dem Stadtschützenfest den Reigen der Schützenfeste. So startete bereits am Mittwoch das Fest an der Eltener Straße. Die Jungschützen legten dabei als Erste auf den Vogel an. Matthias Wigger holte dabei die Überreste von der Stange und löste Frederik Hüsken in seinem Amt ab.
Christi Himmelfahrt folgten dann die „Großen“. Nach dem feierlichen Gottesdienst konnte Brudermeister Christoph Spiegelhoff zunächst einmal ein paar verdiente Kameraden ehren, die sich beim Schießen ausgezeichnet hatten oder dem Verein schon seit vielen Jahren die Treue halten. Dazu zählt vor allem Johann Heinst. Man mag es kaum glauben, aber er ist bereits seit 75 Jahren Mitglied der St. Georg-Schützenbruderschaft. Auf 65 Jahre brachten es Johannes Feldhaus, Willi Jansen, Franz Sprungmann und Willi Zweering.
Ein halbes Jahrhundert schon sind Heinz Kerkhof und Karl Köster-Opgenoorth mit Leib und Seele Schütze. Stolze 40 Jahre zählen Karl Jansen und Günter Bauditz bereits zur Familie der St. Georg-Schützen in Hüthum. Immer schon silberne Jubiläum feierten Armin Becker, Theo Heering, Friedel Hüsken, Rainer Koenen, Henny Kortboyer, gary Zweering, Theo van Dillen, Claudia van Rossum und Andre Wolff.

Zwischen Schütze und Holzvogel

Nach dem feierlichen Umzug am Nachmittag begann an der Vogelstange der zweite Teil im Kampf zwischen Schütze und Holzvogel. Zunächst galt es die Preise zu schießen. Den Reichsapel sicherte sich dabei Rudolf Holtkamp. Im kampf um das Zepter war Jürgen Bürschel erfolgreich. Dass auch Frauen ein gutes Auige und ein sicheres Händchen haben, bewies Marion Berndsen. Sie durfte die Krone mit nach Hause nehmen. Über den Kopf freute sich der Brudermeister Christoph Spiegelhoff. Die beiden Flügel teilten sich schließlich Rudi Venhoven (links) und Theo te Laak (rechts).
Nun wurde es richtig spannend, denn drei Königsbewerber hatten sich an der Vogelstange eingefunden, um auf den Rumpf zu schießen. Es waren dies: Jörg Schlütter, Frank Kodera und Martin Mölder. Es entwickelte sich ein spannendes Schießen. Doch es dauerte bis zum 163. Schuss, ehe die Überreste zu Boden fielen. Martin Mölder war völlig sprachlos. Er fasste sich an den Kopf, als wolle er das Ganze überhaupt nicht verstehen. Doch der 46-Jährige regiert jetzt gemeinsam mit seiner Frau Ute die Schützen in Hüthum.
Der neue König ist Vater zweier Kinder, Sarah, 17 Jahre und Felix, 16 Jahre und arbeitet in der Kunststoffverarbeitung. Groß war natürlich auch der Jubel im 25. Zug, dem der neue Regent angehört.

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