Theo kann jetzt auch König

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Ein glückliches Königspaar: Theo Wanders mit seiner Frau Bettina. Foto: Jörg Terbrüggen

Zweimal hatte der Vogel schon genickt. Doch Heinz Wienhoven und Christoph Nielbroek war es nicht vergönnt den Thron der St. Martinusschützen zu besteigen. Das schaffte mit dem 48. Schuss Theo Wanders. Der Vogel fiel und wenig später auch der neue König. Nach einem kurzen Jubel sank er erst einmal zusammen, musste vier, fünf Mal ganz tief Luft holen. „Ich war nervöser als bei meiner Hochzeit“, gestand uns der 57-jährige Hotelier.

Gleich sieben Bewerber hatten sich an der Vogelstange eingefunden. 150 Jahre Mitgliedschaft waren dort versammelt. Und jeder von ihnen wollte den goldenen Treffer landen. Manche von ihnen nicht zum ersten Mal, wie Brudermeister Heinz Wienhoven, der sein Glück bereits zum siebten Male herausforderte. Oder Geest Jan Jansen und Christoph Nielbroek, die zum fünften Mal auf den Holzvogel anlegten. Nur Theo Wanders schoss zum ersten Mal. Es war mittlerweile die siebte Runde angebrochen. Der Brudermeister zielte ziemlich gut, aber nicht gut genug. Der Vogel nickte kurz nach vorne, blieb aber oben. Auch Christoph Nielbroek traf genau, aber nicht genau genug.
Nun hatte Theo Wanders die einmalige Chance, gleich im ersten Anlauf König in Elten zu werden. Der 57-Jährige schob das Gewehr noch einmal nach oben und drückte dann ab. Um 16.26 Uhr war er im Land der Glückseeligen. Plötzlich schien ihm bewusst zu werden, was da gerade passiert war. Ein, zwei Mal ging er zu Boden, atmete tief durch, ehe seine Frau Bettina in seinen Armen lag und beide ihr Glück mit einem Kuss besiegelten. „Meine Frau ist sowie so schon meine Königin“, meinte der sichtlich mitgenommene neue König. Den übrigen sechs Mitstreitern blieb nur die Gratulation. Einige von ihnen werden es wohl im nächsten Jahr noch einmal versuchen.
Zwar hatte das Wetter einige Programmpunkte durcheinander gewirbelt, das Preisschießen ging jedoch problemlos über die Bühne. Hier trug sich Hans-Gert Jansen als erster Schütze für den Karl-Husemann Pokal ein. Den Kopf holte Marvin Rölling herunter, das Zepter trennte Jens Reintjes gekonnt vom Vogel. Nach einem Treffer von Rudi Wittenhorst fehlte dem Vogel auch der Reichsapfel. Die beiden Flügel teilten sich Richard van Honk (rechts) und Bernd Jansen. Neuer Jungschützenkönig wurde Jack Daniels. Vincenz Derksen erhielt im Verlaufe des Festes den Verdienstorden der St. Martinus-Schützenbruderschaft. Den Hohen Bruderschaftsorden der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften nahmen Johannes Cornelissen und Werner Jansen entgegen.
Gehrt wurden Axel Hartjes, Jürgen Lentjes, Robert Lentjes, Ralf Maas, Willi Maas und Stephan Palm für 25-jährige Mitgliedschaft. Auf 40 Jahre Schützenleben blickten Manfred Klabbers, Achim Pollmann, Heiner Scholten, Harry Stevens, Alexander Tenholter, Heinz Wienhoven, Norbert Wittenhorst, Theo Meyer und Achim Neerincx zurück. Ein halbes Jahrhundert ist Eugen Heimen in der Schützenbruderschaft. Gar 60 Jahre sind Josef Jansen, Hans Verhey und Bernhard Meisters in der Schützenfamilie.
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