Werbegemeinschaft am Tiefpunkt - Auflösung droht

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Gerade einmal sieben Mitglieder fanden sich zur außerordentlichen Jahreshauptversammlung ein. Foto: Jörg Terbrüggen

Das war wohl der absolute Tiefpunkt. Ein Leck hat das ohne Kapitän ins wanken geratene Schiff der Werbegemeinschaft auf alle Fälle. Gekentert ist es aber noch nicht. Nun stellen sich alle die Frage: Gelingt es das Boot wieder mit voller Besatzung auf Kurs zu bringen?

Das Interesse an der Emmericher Werbegemeinschaft scheint immer weiter zu sinken, vor allem was die tatkräftige Mitarbeit anbelangt. Gerade einmal sieben Mitglieder fanden sich am Donnerstagabend im Raben zur außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Die beschloss einstimmig, dass innerhalb von zwölf Monaten (statt bisher sechs) ein neuer Vorsitzender gewählt sein muss. Bis November, zur nächsten Jahreshauptversammlung, sollte die Crew an Bord des EWG-Schiffes also wieder einen Kapitän haben.
"Wir haben kein finanzielles Problem, was vielleicht viele Austritte nach sich ziehen würde", kommentierte der 2. Vorsitzende Peter Beckmann-Richter die derzeitige Situation. "Uns fehlen die Leute, die uns auch tatkräftig unterstützen. Finanziell tun sie es ja, was für einen Fortbestand der EWG spricht." Trotz des eindringenden Wassers will der zweite Mann an Bord das Schiff nicht einfach untergehen lassen. "Ich mag meine Stadt und tue auch etwas dafür", so Beckmann-Richter. Er beneidet Elten für das dort vorhandene Wir-Gefühl. Davon ist Emmerich allerdings weit entfernt."Es gibt kaum noch ein Untereinander", meinte Christoph Bolk. "Das sieht man doch heute Abend."
Dem ins trudeln geratenen Schiff bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten. Die eine wäre, sich mit anderen Institutionen, wie beispielsweise dem Verein Stadtbild, zusammen zu schließen. Die andere Variante würde das endgültige Aus bedeuten. "Satzungsmäßig könnten wir ohne Probleme mit anderen zusammen arbeiten." Das wäre immerhin noch eine Möglichkeit, das Schiff wieder ins richtige Fahrwasser zu bekommen. "Uns mangelt es auch nicht an Ideen, sondern vielmehr an Unterstützung, diese tatkräftig umzusetzen", warf Kassiererin Jutta Conrad-Heering ein.
Ein Problem, was nach Aussage von Peter Beckmann-Richter momentan viele Werbegemeinschaften hätten. Gerade einmal sieben Mitglieder fanden sich zur außerordentlichen Mitgliederversammlung ein.Foto: Jörg Terbrüggen
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