Willkommen im Nexus

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  Bei der Recherche zu diesem Bericht im (fast) allwissenden Internet zum Thema Kommunikation, da stoße ich auf den lateinischen Begriff „Nexus“.

(Nicht nur) Liebhaber der Kultserie „Star Trek“, werden mit diesem Begriff bestimmt was anfangen können. Captain Jean-Luc Picard und James T. Kirk bekämpfen gemeinsam beim „Treffen der Generationen“ den Bösewicht Soran.

Aber zurück in unsere Gegenwart. Wobei, wir müssen noch einmal in die Vergangenheit reisen um ein paar „Urahnen“ der Kommunikation zu treffen.

Wir Menschen sind schon recht erfinderische Geschöpfe. Angeblich benutzten die Frühzeitmenschen schon Rauchzeichen um mit anderen kommunizieren zu können. Und interessanterweise nutzen „wir“ diese Form der Kommunikation auch heute noch. Na, habt Ihr es erraten? Kleine Hilfe, aufsteigender, weißer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle.

Nachrichtentrommeln überbrachten Informationen in ferne Gefilde. Und nicht zu vergessen, die guten, alten Brieftauben sind schon im alten Ägypten aufgestiegen und überbrachten für damalige Verhältnisse mit sagenhaften 100 km/h, die Botschaften bis zu 1000 Kilometer entfernten Empfängern.

Und vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere unter uns an die selbstgebastelten Fadentelefone aus seiner Kindheit.

Zwei Blechdosen, verbunden mit einigen Metern Schnur, stramm ziehen, geheime Nachrichten in die Blechdose geflüstert und Augenblicke später, da ist die Botschaft in der eigenen Blechdose zu hören. Diese Art der Kommunikation ist vor über 1000 Jahren erfunden worden. Faszinierend!

Und heute? Nun, da hat die Tastatur, Maus und Bildschirm die Blechdose abgelöst, aus dem Faden ist eine mächtige Glasfaser geworden und in Bruchteilen von Sekunden könnt Ihr am „anderen Ende“ diese Zeilen lesen.

Ende des 19. Jahrhunderts legen drei begnadete Erfinder (Philipp Reis, Elisha Gray und Alexander Graham Bell) den Grundstein für das, was wir heute (nun, zugegeben etwas mehr ausgereifter) (fast) alle mit uns herum tragen. DAS TELEFON!

Und fast zur selben Zeit erforschen James Clerk Maxwell, Heinrich Hertz und Guglielmo Marconi das Geheimnis der drahtlosen Kommunikation.

Und jetzt wieder zurück aus der Vergangenheit in den Nexus. Welches ja auch ein Synonym für Verbindung ist. Nun ja, zugegeben, nicht direkt in der Bedeutung, was wir Funker darunter verstehen. Denn wir kommunizieren ja nun mal mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt. Das kann das Telefon auch, oder? Aber, nicht so, wie wir das machen. Wir können (und dürfen) fast alles selbst bauen (eigentlich ALLES), verändern, damit experimentieren und ausprobieren. Das macht den Reiz unseres Hobbies aus. Mit einem Stück Draht um die ganze Welt senden. (Das Fadentelefon lässt schön grüßen…) Nicht nur das. Einige von uns Funkamateuren reisen an ausgefallene und entlegenste Orte auf der Welt um von dort Funkbetrieb zu machen.

Warum, fragt Ihr Euch vielleicht? Nun, fragt mal Bergsteiger warum sie unbedingt auf die höchsten Gipfel wollen…. Wir Menschen sind nun mal wissbegierig und das treibt uns an…

Und wir bedienen uns sogar eigener Satelliten, nutzen selbst den Mond als „Reflektor“ für außergewöhnliche Funkexperimente (kein Scherz!). Und da Amateurfunk im Team noch viel mehr Spaß macht sind wir in (über 1.000) Ortsverbänden, Regionalbereichen bundesweit vertreten. Unser Dachverband, der DARC e.V. mit Sitz in Baunatal, zählt fast 36.000 Mitglieder und ist damit die drittgrößte Amateurfunkvereinigung weltweit.

Übrigens, weltweit gibt es über 2,5 Millionen Funkamateure. Wir freuen uns immer auf wissbegierige Interessenten. Nehmt einfach Kontakt mit uns auf. Unter www.L04.org (L04= Lima, Null, Vier) oder auch www.DARC.de bekommt ihr weitere Infos.

In diesem Sinne, und wie immer, bleibt neugierig

DARC e.V.

Deutscher Amateur-Radio-Club e.V.

Ortsverband Emmerich am Rhein, L04

F. Wilhelm Thielen, DC1WTH
Pressesprecher der Emmericher Funkamateure
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