Schlammschlacht im Hülsenbecker Tal

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"Pull, pull, pull!": So feuerten die Zuschauer die Teams beim Tauziehen an. (Foto: mar)
Ennepetal: Hülsenbecker Tal |

Dudelsackklänge hallen durch das Hülsenbecker Tal, der Gerstensaft fließt, Männer und Frauen in karierten Röcken machen sich bereit: Es war wieder Zeit für den etwas anderen Wettkampf - die Highland Games in Ennepetal.

Was im Allgemeinen schon nichts für Zartbesaitete ist, entwickelte sich bei regnerischem Wetter zu einer wahren Schlammschlacht. Hier zeigte sich abermals, wer ein "echter" Highländer ist.
Nach der Begrüßung der Teams und Zuschauer durch den Veranstalter, die IG Altenvoerde und Bürgermeisterin Imke Heymann, stellten sich die kampfbereiten Teams mit ihren Schlachtrufen vor. In insgesamt sieben Disziplinen waren einen Tag über Stärke, Teamgeist und Durchhaltevermögen gefragt. Dennoch galt es, den Spaß an den Spielen nicht zu verlieren.

Highländer trotzten dem Wetter

Das regnerische Wetter hatte zu Folge, dass weniger Zuschauer als in den letzten Jahren zum Anfeuern den Weg ins Tal antraten. Aber diejenigen, die es zu dem Schotten-Spektakel verschlug, waren sich einig darin, dass sich das Event rund um die Highlands wieder einmal gelohnt hatte. Denn die Highländer lieferten sich spannende Kämpfe zum Beispiel beim Heusackschlagen auf einem Holzbalken. Wer sich hier aus dem Gleichgewicht bringen ließ, musste sich seinem Gegner geschlagen geben. Beim Tauziehen gab es ebenfalls knappe Entscheidungen und kaum jemand verabschiedete sich mit einem sauberen Quilt aus diesem Wettkampf. Das Baumstammwerfen stellte sich für den einen oder anderen als schwieriger als erwartet heraus: Hier gingen einige Würfe „nach hinten los“ und hinterließen kleinere Blessuren und blaue Flecken.
Aber auch die anderen Disziplinen verlangten den Wettstreitern Einiges ab. Beim Reifenschubsen, Skifoan, Farmers Walk oder Baumstammtragen im Hülsenbecker Parcours gaben die Hartgesottenen trotz Regen und Matsch alles. Musikalisch unterstützt und angetrieben wurden sie dabei von den Capud Draconis, deren Dudelsackklänge durch das gesamte Hülsenbecker Tal hallten.

Titelverteidigungen und attraktive Preise

Am Ende des Tages konnte es dennoch bei Frauen- und Männerteams jeweils nur einen Sieger geben: In diesem Jahr holten sich die Jungs der McKannix endlich den lang ersehnten 1. Platz und damit 100l Fassbier. Bei den Frauen siegte das Pendant, die Mädels der McKönnses, verteidigten ihren Titel und staubten damit einen Gutschein für das Cafe Hülsenbecke ab.
Ob Sieger oder nicht – nach dem Wettkampf war noch lange nicht Schluss: Teilnehmer, Zuschauer und Veranstalter ließen den verregneten, aber dennoch erfolgreichen Tag bei Bier, Gegrilltem und anderen Leckereien aus der Umgebung ausklingen. Und schnell stand für alle Beteiligten fest, dass es auch im nächsten Jahr wieder die Ennepetaler Highland Games geben wird. Dann hoffentlich bei strahlendem Sonnenschein!
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