30 Jahre Kultur-Historischer Verein Borbeck

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Angefangen hat alles mit einer Störung des gemeinsamen Sonntagsfrühstücks. Jürgen Becker, Vorsitzender des Kultur-Historischen Vereins Borbeck, erinnert sich noch gut an die morgendliche Besucherin. Frieda Brauers überraschte Familie Becker mit der Nachricht, dass dem Steenkamps Hof die Abrissbirne drohe. Das historische Gebäude am Reuenberg sollte Kleingartenparzellen weichen. Ein Bürgerprotest schaffte es Anfang der 1980er Jahre nicht nur die Hofanlage zu erhalten. Es war zugleich auch der Beginn einer bis heute erfolgreichen Vereinsgeschichte.

Am 17. Dezember erfolgte die Gründungsversammlung des Kultur-Historischen Vereins in der „Münze“ von Schloss Borbeck. 35 Teilnehmer unterschrieben damals den Beitritt zu dem neuen Verein, der sich in erster Linie den Erhalt und die Restaurierung des Steenkamps Hof auf die Fahnen geschrieben hatte. Doch schon bald kam zum Ausdruck, dass man breitere kulturelle Ziele verfolgte. 1985 starteten eine Vielzahl von Veranstaltungen. „Heimatkundliche Vorträge und Wanderungen“, erinnert sich Jürgen Becker an die Anfänge.

Ausstellungen und Musik


Seit dem Jahr 2000 nutzt der Verein die Alte Cuesterey. Für Musikveranstaltungen und vor allem Ausstellungen. Mit über 3.000 Besuchern gehören die Engelausstellung aus dem 2013 und die zum Thema Miniwelten/Puppenstuben zu den bislang erfolgreichsten. Auch aktuell wird in den Räumen am Weidkamp wieder eine Ausstellung aufgebaut. Die Jubiläumspräsentation „30 Jahre Kultur-Historischer Verein Borbeck“ wirft einen Blick zurück auf 30 Jahre erfolgreiche heimatkundliche Arbeit.
Die Archive des Vereins in der Schmale Straße und unter dem Dach des Museums am Weidkamp bergen heimatkundliche Sammlungen mit wahren Schätzen aus der Borbecker Geschichte: Vereinsnachlässe, Fotosammlungen, Bücher und Zeitschriften. Ein Teil von ihnen ist im Rahmen der Präsentation zu sehen, ergänzt werden die Exponate durch Ausstellungsstücke befreundeter Vereine. Mit dem Imkerverein, der Gruppe fotogen, der Künstlergruppe 3+ oder den Borbecker Geflügelzüchtern arbeitet der Kultur-Historische Verein eng zusammen.

Premiere für den Plauschabend


Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 17. Januar, um 15 Uhr. Zu sehen ist sie bis 31. Januar täglich von 15 bis 18 Uhr (montags geschlossen). Der Eintritt ist wie immer frei. Das gilt auch für die Veranstaltungen des Rahmenprogramms, das diesmal komplett aus Dia-Vorträgen zur Borbecker Geschichte besteht.
Premiere feiert am Samstag, 24. Januar, ab 18 Uhr der Plauschabend. Der Kultur-Historische Verein möchte mit Mitgliedern und solchen, die sich für seine Arbeit interessieren, ins Gespräch kommen. „Bei Faßbier und Schnittchen“, rührt Jürgen Becker dafür die Werbetrommel.

Geschrieben von Christa Herlinger
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