Blick ins Schularchiv

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Rainer Henselowsky, Dr. Wolfgang Sykorra und Dr. Lothar Böning (v.l.) stellten im Schloss das Buch „Von der Penne in die Welt“ vor. (Foto: Winkler)
 
Das Schloss Borbeck ziert das Cover des neuen Buches. (Foto: Winkler)

„Von der Penne in die Welt“- so heißt das neue Buch aus der Feder des ehemaligen Schulleiters am Gymnasium Borbeck, Dr. Wolfgang Sykorra. Gemeinsam mit Herausgeber Dr. med. Lothar Böning und Verleger Rainer Henselowsky wurde das Buch nun in Schloß Borbeck vorgestellt.

Die Idee zu dem Buch entstand auf einer Sitzung der Lothar-Böning-Stiftung. Der Stiftungsgründer selbst machte den Vorschlag, Leistungen ehemaliger Schüler der ältesten weiterführenden Schule in Borbeck in einem Buch zu verewigen. Diese Essener Persönlichkeiten sollten Vorbild sein. Gemeinsam mit dem ehemaligen Schulleiter Wolfgang Sykorra stellte man sich der Aufgabe, „den Schülern eine Motivation zu geben, stolz auf ihre Schule zu sein.“

Vier Jahre Arbeit

Gemeinsam mit Rainer Henselowsky planten die beiden Borbecker Freunde, die sich selbst am Gymnasium Borbeck kennengelernt und dort zusammen im Jahre 1964 das Abitur gemacht haben, das Buchprojekt. Ingesamt vier Jahre Arbeit hat der Autor investiert.„Da es jedoch schon diverse Literatur über die Größen Essens gibt, haben wir uns entschieden, lediglich ehemalige Schüler zu porträtieren, die durch ihre Zeit am Gymnasium Borbeck geprägt wurden. Es spielte dabei keine Rolle, ob diese in Essen geboren wurden“, erklärt Autor Wolfgang Sykorra. Um Material zu finden, recherchierte Sykorra in diversen Archiven, in Büchern und im Internet. „Allein an der Materialfindung und -sichtung habe ich knapp zwei Jahre intensiv gearbeitet“, erinnert er sich, „dabei mehrere tausend Zeitungsartikel gelesen.“

Überraschende Funde

Bei seinen Recherchen stieß Sykorra auf einiges, was selbst ihn überraschte. „So habe ich herausgefunden, dass auch RWE-Legende Georg Melches einst das Gymnasium Borbeck besucht hat“, freut sich Sykorra, der selbst großer Fan des Vereins an der Hafenstraße ist.
Aber nicht nur Melches hinterließ einen bleibenden Eindruck beim Autor. Besonders ein Brief von Wilhelm Vollmann, von 1923 bis 1949 Schulleiter am Gymnasium Borbeck, an Heinz-Horst Deichmann rührte Sykorra. „Der Brief stammt aus dem Jahr 1944. Darin spricht Vollmann seinem Schüler Mut zu und sieht seinen Lebensweg voraus.“ Der heutige Unternehmer war im Februar 1944 zum Reichsarbeitsdienst einberufen worden.

Bresonik und Kutschaty

Auch subjektive Eindrücke von Schülern, die Sykorra noch selbst unterrichtete, finden sich in dem 152 Seiten starken Buch. Neben Fußball-Nationalspielerin Linda Bresonik bleiben dabei vor allem Namen wie der von NRW-Justizminister Thomas Kutschaty haften. Der genoss den Unterricht bei Sykorra in besonderem Maße, wie er verriet. „Vor allem wegen der langen Umweltschutz- und Rot-Weiss-Essen-Monologe“.
Die Geschichten der porträtierten Ehemaligen des Gymnasiums Borbeck sind in chronologischer Reihenfolge sortiert.
„Auffällig ist dabei, dass je näher wir der Gegenwart kommen, sich immer mehr Frauen unter den Porträtierten finden.“
Alle Porträts sind bebildert.


Rund ums Buch:

Wolfgang Sykorra
Von der Penne in die Welt
Borbecker Porträts
Lothar Böning (Hrsg.)
152 Seiten
Format 28x21cm
gebunden
Verlag edition rainruhr
ISBN 978-3-941676-17-6
Preis: 19,95 €
Im Buchhandel erhältlich
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