Borbecker Heimatkalender 2014 ist im Handel erhältlich

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Rainer Henselowsky (l.) und Andreas Koerner mit dem Borbecker Heimatkalender 2014. Foto: Winkler

„Schnappschüsse von gestern“ - so ist die sechste Ausgabe des Borbecker Heimatkalenders überschrieben. Zwölf historische Bilder aus Borbeck zieren die einzelnen Monatsblätter.

„Es wird von Jahr zu Jahr schwerer, passende Bilder zu finden“, erzählt Rainer Henselowsky vom „Edition RainRuhr“-Verlag. Der Borbecker hat die Redaktion des Kalenders übernommen. Der 28-seitige Broschürenkalender (30 x 30cm, mit großem Kalendarium) ist für 9,95 Euro in den örtlichen Schreibwarengeschäften und Buchläden zu erwerben.
In Sachen Kalendergestaltung machen Andreas Koerner und Rainer Henselowsky seit Jahren gemeinsame Sache. Andreas Koerner ist als Vorstandsmitglied des Kultur-Historischen Vereins Borbeck für die Texte und die Recherche zuständig. Henselowsky kümmert sich um die Formalien. Die beiden geborenen Borbecker kennen sich bereits seit über 30 Jahren. Das Interesse an der Geschichte des Stadtteils verbindet sie.
„Das war mein Spielplatz“, verrät Rainer Henselowsky und schwelgt in Erinnerungen, als er auf das Titelbild des Kalenders schaut. Besagter Spielplatz liegt direkt an den Bahngleisen vor der ehemaligen Borbecker Zinkhütte. „Dass auch die Käufer in alten Erinnerungen schwelgen, das ist Ziel des Kalenders“, erklären die beiden Macher.
„Aus diesem Grund dürfen die Fotos auch nicht zu alt sein“, ergänzt Koerner. Einige stammen aus seinem eigenen Archiv, viele andere aus dem des bereits verstorbenen Fotografen Kurt Wohlgemuth.
Typisch für seine Arbeiten ist es, dass oftmals ein zweiter Blick notwendig ist, um die ganze Dimension des Motivs zu erkennen. So offenbart die von Kurt Wohlgemuth festgehaltene Szene von der Frintroper Straße erst beim genaueren Hinsehen ein gestürztes Kind. „Das ist ja wie bei der Kripo“, scherzt Rainer Henselowsky.

Das „Septemberbild“ zeigt das Stadion Essen. Heute werden an der Hafenstraße die Spiele von Rot-Weiss Essen und der SG Essen-Schönebeck 19/68 ausgetragen. Nach Fertigstellung der letzten Tribüne konnte das neue Stadion in diesem Sommer komplett eröffnet werden. Das großformatige Kalender-Foto gibt den Blick ins neue Stadion frei, die ehemalige Haupttribüne steht bereits nicht mehr. „Ich bin seit 1965 Rot-Weiss Fan und habe nahezu kein Spiel verpasst“, sagt Fußballfan Rainer Henselowsky. Mit dem alten Stadion an der Hafenstraße verbindet er ganz besondere Erinnerungen. „Als die alte Haupttribüne abgerissen wurde, war das ein sehr emotionaler Moment. Da ist bei den Fans schon die eine oder andere Träne geflossen.“
So unterschiedlich die einzelnen Schwarz-Weiß-Fotografien auch sind, ein Kritierium erfüllen sie alle: Sie spiegeln wider, wie sich Borbeck über die Jahre verändert hat. „Diese Mischung kommt seit Jahren gut an“, wissen die beiden Borbecker „Kalender-Macher“.

Von Julia Wieczorek
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