CreaDiven sorgen für Schwung in der Alten Cuesterey in Borbeck

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Sie nennen sich die CreaDiven und behaupten voller Selbstbewusstsein „Wir sind anders“. Mit ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung wollen sie das unter Beweis stellen. Eröffnet wird diese am Samstag, 10. Mai, um 16 Uhr in der Alten Cuesterey in Borbeck.

Regelmäßig treffen sich Karin Koopmann, Barbara Jorring und Tanja Meyer, um gemeinsam zu malen. Treffpunkt der CreaDiven ist das Atelier von Tanja Meyer in Dellwig.
Kennengelernt haben sich die Drei in einem Keativkurs. Tanja Meyer bot diesen in ihrer Dellwiger Malschule an, Koopmann und Jorring ließen sich von ihr in die Geheimnisse der Encaustic einweisen. Der vor allem in Amerika bekannten Technik sind die CreaDiven bis heute treu geblieben. „Einfach, weil sie so vielfältig ist“ gerät Barbara Jorring direkt ins Schwärmen.
„Es ist schade, dass Encaustic hier zu Lande so wenig bekannt ist“, findet auch Tanja Meyer. Schließlich sei die Technik bedeutend älter als beispielsweise die Ölmalerei. Gearbeitet wird mit heißem Wachs. Die große Leuchtkraft der Farben und die Möglichkeit, auf verschiedenen Untergründen zu arbeiten, andere Materialien und Techniken mit einzubinden, fasziniert die Drei.

Einzelne Bilder sollen für sich sprechen



Dass die eigene Faszination und Begeisterung Wellen schlägt, dafür wollen die CreaDiven mit ihrer Ausstellung in Borbeck sorgen. 120 verschieden formatige Arbeiten zeigen sie in den Museumsräumen am Weidkamp 10. Bunt gemischt. „Und das ganz bewusst“, erklärt Karin Koopmann. Die einzelnen Werke sind einzig mit Nummern versehen, erkennbar, welches Bild von welcher Künstlerin stammt, ist allenfalls auf den zweiten Blick. „Die Arbeiten sollen auf den Betrachter wirken, wenn ein bestimmtes Bild sein Interesse geweckt hat, lässt sich in den ausliegenden Listen der Titel, die Größe und natürlich der Name der Künstlerin nachlesen“, so Tanja Meyer.
Seit knapp zwei Jahren arbeiten die CreaDiven als Malgruppe zusammen. „Miteinander, nicht gegeneinander“, erklären sie unisono. Jede macht künstlerisch ihr eigenes Ding, probiert sich aus, experimentiert, legt immer wieder neue Grenzen fest. Die eine fühlt sich in der Abstraktion pudelwohl, die andere mag es lieber realistisch. „Trotz aller Unterschiede ist uns das Arbeiten in der Gruppe wichtig. Es macht nicht nur Spaß, sondern beflügelt auch ungemein.“
Die Begeisterung für die Malerei, das kreative Arbeiten, kennen die drei CreaDiven schon von Kindesbeinen an. „Allerdings hatte ich während meiner Berufstätigkeit nicht wirklich viel Zeit dafür“, erinnert sich Karin Koopmann zurück. Seitdem die Kupferdreher Hobbykünstlerin ihren Vorruhestand genießt, sieht das anders aus. Barbara Jorring lebt und arbeitet in Gerschede. Für sie ist die Malerei ein Ausdruck des eigenen Lebensgefühls. „Ich liebe es zu malen und drücke mit Farben meine Gefühle aus.“
Die Dellwigerin Tanja Meyer hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Vor knapp neun Jahren eröffnete sie ihr Fachgeschäft für Künstler- und Bastelbedarf, vor knapp zwei Jahren folgte die Malschule. Abschalten, den Alltag ausblenden, sich fallen lassen - das bedeutet Malerei für sie.

Keine CreaDiva passt in nur eine Schublade

In eine Schublade stecken lassen, das will sich keine der Drei. Deshalb sehen sie sich noch lange nicht am Ende mit ihren kreativen Ideen. „Wir wollen uns in der Gruppe weiter entwickeln, die Prozesse fortführen, die in Gang gesetzt wurden.“
Bis einschließlich Sonntag, 25. Mai, sind die CreaDiven mit ihren Werken in der Alten Cuesterey zu Gast. Am Tag der Vernissage wird die Kunsthistorikerin Dr. Regina E.G. Schymiczek eine kurze Einführung in die Schau geben. Beginn ist um 16 Uhr.
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