„Drei Personen, drei Welten“ vom 15. bis 29. März in der Alten Cuesterey

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„Das ist hier die zweite Ausstellung innerhalb kürzester Zeit“, freut sich Jürgen Becker vom Kultur-Historischen Verein Essen-Borbeck. Gerade erst haben die Kids ihre Werke zusammen gepackt (und versteigert), da werkelt bereits das nächste Künstlergespann an seiner Präsentation in der Alten Cuesterey. „Drei Personen, drei Welten“ eröffnet am Sonntag, 15. März.

Olga Generozova


„Leider sind mir drei oder vier Stücke beim Transport zerbrochen“, bedauert Olga Generozova, dass sie nicht ihre komplette Sammlung in Borbeck präsentieren kann.
Die in Mülheim wohnhafte Hobby-Künstlerin hat ihre keramischen Wandbilder, die in einer ungewöhnlichen Technik aus Glas, Kunststoffstein und Glasur entstanden sind, aus ihrer Heimat Usbekistan nach Deutschland überführt. „In meinem Flugzeuggepäck, und das wird nicht immer gut behandelt“, kann sie mittlerweile schon wieder über das Malheur lächeln.

Die unversehrten Tonteller, jeder davon mehrfach gebrannt, sind ab dem morgigen Sonntag im Obergeschoss der Cuesterey zu bewundern. In bunt-abstrakter Weise behandeln sie beispielsweise Episoden aus dem Leben der Skulpturistin. „Mit einem Werk etwa habe ich zwei Todesfälle innerhalb der Familie aufgearbeitet“, verrät Generozova. Generell ist ihr Schaffen aber eher positiv ausgerichtet. „Jetzt kann ich mich richtig ausleben“, fühlt sich die 1950 Geborene in ihrer aktuellen Lebensphase und Kunst mittlerweile von Zwängen und Vorgaben befreit.

Larissa Schell


Larissa Schell dagegen lebt noch in einer ganz anderen Welt, sie steht erst am Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn. „Ich habe Grafikdesign studiert“, arbeite in diesem Beruf nun auch in einem mittelständischen Unternehmen in Herne, berichtet die 1979 in Kasachstan geborene und heute in Bochum wohnhafte Jung-Künstlerin. Jetzt erst löse sie sich langsam von dem akademischen Malen, finde ihren eigenen Stil. „Ich probiere mich aus und richte mich dabei ganz nach meiner Laune“, verrät die junge Mutter, deren kleiner Sohn Zuhause schon ebenso die Tapeten mit Farbe vollkleistert, wie sie es einst als Kind getan habe.
Aktuell steht ihr der Kopf vor allem nach Acryl. Aber auch Ölmalerei ist fester Bestandteil in ihrem Repertoire geworden. „Dank Anatoliy, der mich an diese Kunst herangeführt hat“, blickt sie auf ihren Lehrer und Förderer. Anatoliy Rozhansky ist der Dritte im Bunde.

Anatoliy Rozhansky


„Für mich ist es bereits das zweite Mal in der Alten Cuesterey“, erinnert der Erfahrenste unter den drei Künstlern an eine sieben Jahre zurückliegende Ausstellung in Borbeck. Über ihn entstand auch der Kontakt zu den beiden Damen, die ihn diesmal begleiten. Überhaupt sind Frauen ein wichtiges Thema in seinem Leben, stellt der Betrachter seiner Bilder schnell fest. „Sie sind doch das Beste in der Welt“, grinst der Essener. „Anatoliy ist durch und durch Romantiker und davon lässt er sich auch nicht abbringen“, ergänzt seine Schülerin Schell. Die Darstellungen des 1951 in Russland Geborenen sind durchweg dem Schönen und Positiven gewidmet. „Der trüben Alltäglichkeit will ich in meiner Malerei entfliehen“, bestätigt Rozhansky.

Workshops und Musik


Diese Einstellung aber eben auch sein Handwerk weitergeben möchte der Künstler in einem „Mal-Workshop für Wagemutige“ (Porträt und Maltechniken mit Öl) am Mittwoch, 25. März, ab 15 Uhr. Desweiteren wird es im Rahmen der Ausstellung einen Mal-Kurs mit Kindern geben (Mittwoch, 18. März, 15 Uhr).
Eröffnet wird die Ausstellung „Drei Personen - Drei Welten“ am Sonntag, 15. März, 11 Uhr, musikalisch begleitet von Eli Georgiewa (Violine) und Pascal Schweren (Klavier). Zu sehen sind die Werke dann bis Sonntag, 29. März (Finnisage um 15 Uhr) zu den üblichen Öffnungszeiten der Alten Cuesterey am Weidkamp 10 (dienstags bis sonntags, 15 bis 18 Uhr). Der Eintritt ist frei. Anmeldung zu den Kursen unter Tel. 36 43 528 in der Cuesterey.
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