Erste Vernissage mit 80

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Vorn v.l.: Werner Wrenger, Werner Lange, Wilhelmine Wöhlert , dahinter v.l.: Alfred Kelbch, Ruth Frevel, Hannelore Schneider, Barbara Heitzenröder, Lutz Möhler (Betreuer). (Foto: Debus-Gohl)
 
Auf diese Leinwand malen alle zusammen: Werner Lange (vorn), dahinter v.l.: Hannelore Schneider, Werner Wrenger, Wilhelmine Wöhlert (sitzend), Erna Rütt, Barbara Heitzenröder (sitzend), Lutz Möhler (Betreuer), Ruth Frevel, Alfred Kelbch. (Foto: Debus-Gohl)

Jeden Dienstag um 14 Uhr treffen sich die Picassos unter den Bewohnern des Altenheims an der Schilfstraße in Dellwig zum gemeinsamen Malen. Mittlerweile sind dabei über 40 Werke entstanden.

"Inzwischen sind es so viele tolle Bilder, die die Gruppe gemalt hat. Es wäre viel zu schade, sie einfach irgendwo in die Ecke zu stellen. Und dann haben wir gedacht, dann machen wir doch einfach eine kleine Vernissage und stellen sie aus", lacht Monika Dürr, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Soziales im Martin Luther Stift.

Jeden Dienstag wird gemalt

Die Malgruppe gibt es schon seit über einem Jahr. Jeden Dienstag arbeiten im Schnitt fünf bis sieben Bewohner für ein bis zwei Stunden an ihren Werken. "Wir überlegen ständig, was wir ihnen neues bieten können. Wir haben einen Kollegen, der in der Betreuung tätig ist. Der malt selber hobbymäßig und dann dachten wir uns, das können wir doch nutzen", so Dürr zur Entstehung des kreativen Angebots. Innerhalb kurzer Zeit fand sich eine Gruppe, die Interesse hatte. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Bewohner fit sind. Mitmachen können auch Demenzkranke oder Rollstuhlfahrer. "Jeder kann dabei sein und ich denke, das tut den Leuten richtig gut", ist Dürr überzeugt. "Die Künstler haben einen riesen Spaß und haben sich auf den Tag heute wahnsinnig vorbereitet".

Voten für das Lieblingsbild

Die "Vernissage" wurde mit einem obligatorischen Sektempfang eröffnet. Die Angehörigen der Besucher waren eingeladen, um sich die Bilder anzuschauen. Und jeder, der vorbeikam, konnte sich auf einer großen Leinwand selbst künstlerisch verewigen. Dabei entstand so ganz nebenbei ein neues Gesamtkunstwerk. Im ganzen Haus verteilt lagen Stimmzettel, damit konnten die Besucher für ihr Lieblingsbild votieren. Auf die Künstler mit den meisten Stimmen warteten Preise. Darunter Maluntensilien, wie Pastellkreide und Pinsel, aber auch ein Buch über Acrylmalerei gab es zu gewinnen. "Es bekommen alle Teilnehmer eine Kleinigkeit. Keiner soll leer ausgehen, denn die Bilder sind alle schön", findet Dürr.
"Ich bin von Anfang an mit dabei. Ich hatte immer Spaß am Malen, ich hab das früher schon gemacht", freut sich Ruth Frevel, eine Bewohnerin des Altenheims, über den gelungenen Ausstellungstag. Und der war mit der Vernissage nicht zu Ende. Am Nachmittag spielte die Seniorenband "Froh und Heiter" und es gab ein Tanzcafé.

Malgruppe ist nicht das einzige Angebot

Die Malgruppe ist aber nicht das einzige Angebot, das das Martin Luther Stift für die Bewohner bereithält. "Wir haben zahlreiche Gruppen. Eine davon ist gerne aktiv und trifft sich zum Beispiel wöchentlich und treibt zusammen Sport. Eine Kegelgruppe gibt es noch und eine große Kochgruppe", zählt Sandra Babil, Leitung der Betreuung, auf.
Das Angebot für die Bewohner finanziert das Heim aus einem gesonderten Budget, das dafür zur Verfügung gestellt wird. "Damit feiern wir unsere Feste, die Tanzcafés, unsere Bewohnergeburtstage, alles was wir unternehmen und natürlich auch die Malgruppe", so Monika Dürr. "Natürlich versuchen wir auch immer was über Spenden reinzubekommen, was natürlich schwierig ist".
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