Frau Holle war zuerst da

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Gitta Koch hat eine Menge märchenhafter Dinge gesammelt. Gezeigt werden diese derzeit in der Alten Cuesterey in Borbeck. (Foto: Winkler)

Erst kam Frau Holle in die Alte Cuesterey, dann verteilte sie ihre weiße Pracht in ganz Borbeck. Denn auch diese Märchenfigur ist eine von zahlreichen sagenhaften Gestalten und Puppen, die der Kultur-Historische Verein Borbeck (KHV) seit Mitte November im Heimatmuseum am Weidkamp 10 in der Ausstellung „Es war einmal...“ präsentiert. Frau Holle leisten bis zum 30. Dezember unter anderem Rotkäppchen, Dornröschen, König Drosselbart, Hänsel und Gretel Gesellschaft.

Sie sind auch in Büchern, auf Bildern, Porzellan, Briefmarken und – ebenfalls passend zur Jahreszeit – in Schneekugeln zu sehen. Alle märchenhaften Exponate hat die Mülheimer Sammlerin Gitta Koch zusammengetragen, die sich außerdem aktiv am Rahmenprogramm beteiligt. Viel Spaß mit der ausgebildeten Märchenerzählerin hatten beispielsweise 19 Zweit- bis Viertklässler der Dürerschule sowie ihre Lehrerin Marianne Rothweiler und Betreuerin Ina Vellat, die zuerst einer Geschichte lauschten und dann mit tatkräftiger Unterstützung der beiden KHV-Mitglieder Eleonore Drese und Hannelore Diekmann eigene Märchenfiguren gestalteten, die sie anschließend mit nach Hause nehmen konnten.
Mitmachen ist auch das Motto des volkstümlichen Weihnachtslieder-Singens, bei dem sich die Besucher am Donnerstag (13.12.) ab 15 Uhr mit Margrit Sund auf das bevorstehende Fest einstimmen können. Die Borbeckerin begleitet den gemeinschaftlichen Gesang der Gäste wie gewohnt auf der elektronischen Orgel und sorgt in den Kaffeepausen für gute Unterhaltung.

Reise ins Baltikum

Am Freitag (14.12.) gibt es ab 19 Uhr ein Wiedersehen mit Anselm Kurtenbach. Bereits in der Vorwoche hatte der passionierte Fotograf aus Rellinghausen die Besucher mit einer „Reise ins Baltikum“ begeistert, diesmal führt sein Weg weiter nach Westen – nach Paris. In seiner audio-visuellen Lichtbilderschau mit dem Titel „...non, je ne regrette rien“, die mit informativem Sprechertext und stimmungsvoller Musik unterlegt ist, präsentiert der Vorsitzende des Reisezirkels „Weltfenster e. V.“ Großstadtleben pur. Neben den typischen Sehenswürdigkeiten vom Eiffelturm über Sacré-Cœur und Notre Dame bis hin zum Louvre hat der Essener auch einen Streifzug über die Friedhöfe Montmartre und Père Lachaise unternommen, frühmorgens den Pariser Großmarkt Rungis besucht und einen Abstecher zum Schloss Versailles gemacht. Dabei hatte Anselm Kurtenbach wie immer auch einen Blick für ungewöhnliche Motive und Menschen am Wegesrand.
Der Besuch der Veranstaltungen ist ebenso kostenlos wie der Eintritt in die Ausstellung, die täglich – außer montags – von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist. Gruppenbesichtigungen sind nach telefonischer Voranmeldung unter 67 04 79 auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.
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