Grandioses Frintroper Weihnachtskonzert

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  Essen: St. Josef-Kirche | Frintroper Weihnachtskonzert brachte einmal mehr den Beweis, das schönste Konzert weit und breit zu sein


Welch ein Konzert: Zum 28. Mal seit 1983 und unter der Schirmherrschaft des Bürger- und Verkehrsvereines Frintrop begeisterten die Darsteller das verwöhnte Frintroper Publikum. Es war aber auch ein Hochgenuss, was die Freunde der Frintroper Weihnachtskonzerte in diesem Jahr wieder geboten bekamen. Eine musikalische Gemeinschaftsproduktion aller beteiligten Künstler rieselte wie der Schnee an diesem Tag auf die Konzertbesucher herunter.

Den Auftakt des Konzerts machte das Schönebecker Jugendblasorchester unter der Leitung von Dr. Raphael Thöne mit Händels "Tochter Zion", nachdem bereits das Nachwuchsorchester unter der Leitung von Christina Renner das wartende Publikum musikalisch eingestimmt hatte.

Nach den Begrüßungsworten durch den BVV-Vorsitzenden Herbert Schlotmann blieb man dem Händel-Genre treu: Die hervorragende Sopranistin Miriam Sharoni, der Trompetenvirtuose Martin Asmacher und das Streichquartett der Bottroper Symphoniker unter der Leitung von Konzertmeisterin Zsuzsa Debre intonierten die Stücke "Ode" und "Let the Bright Seraphim", die Anrufung Delilas, dem Propheten Samson seine Stärke zurückzugeben. Händel, der deutsch-britische Komponist, gilt immer noch als einer der fruchtbarsten und einflussreichsten Musiker der Barock-Epoche.

Der traditionsreiche Kirchenchor der Pfarrgemeinde St. Josef unter der Leitung von Norbert Möhrer brachte in der Folge "Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt" von Gluck und den sehr schönen "Advents-Hymnus" von Jones.

Der weitere Konzertverlauf blieb musikalisch spannend. Orchester, Sopran, Trompete, Streicher, Chor und Orgel lösten sich fein abgestimmt ab. Wobei jeder einzelne seine musikalische Bandbreite unter Beweis stellte. Sicherlich zunächst ungewöhnlich das Medley aus "Mary Poppins", mit dem das Orchester die bekannten Melodien aus diesem Musical schmissig aneinanderreihte. Auch das ebenfalls vom Orchester dargebotene "Rudolph the Red-Nosed Reindeer" machte klar, welches Volumen und welche Möglichkeiten dieses Orchester hat.

Auch Martin Asmacher, Miriam Sharoni und die Streicher, am Continuo begleitet von Norbert Möhrer, setzten mit Werken von Bach und Händel den barocken Einschlag fort. "Jauchzet Gott in allen Landen" und "Komm, mein Herz steht dir offen" von Johann Sebastian Bach erfüllten den festlich geschmückten Kirchenraum mit Wärme. "Er weidet seine Herde" und "Mi palpita il cor" (Mir schlägt das Herz...) standen auf dem Programm. Letztere gehört zu den italienischen Liebeskantaten von Händel und lässt seine Musik süß und sanft erscheinen.

Chor und Orgel sangen noch einmal von der Orgelbühne "Tröstet mein Volk" von Nössler und auch bei dem nächsten Stück "Freuet euch all, der Herr ist da" zog sich Georg Friedrich Händel wie ein roter Faden durch das Konzert.

Eine Überraschung, die so nicht im Programmheft angekündigt war, gab es mit dem Lied "White Chrismas". Bis zuletzt hatte man an einem Arrangement für Sopran, Trompete und Streicher gearbeitet.

Der Wechsel des Chores von der Orgelbühne zum Altarraum wurde musikalisch überbrückt und gemeinsam gaben Streicher und Chor "Seht, die Herrlichkeit Gottes, des Herrn" aus Händels "Messias"-Oratorium zum Besten, das noch immer zu den populärsten Beispielen geistlicher Musik des christlichen Abendlandes gehört.

Was darf bei einem Frintroper Weihnachtskonzert nicht fehlen? Richtig: das große Weihnachtsliederpotpourri des Schönebecker Jugendblasorchesters von B. Egidius.

Wie seit vielen Jahren bereicherte Andrea Zwillich-Seck das Konzert mit ihren weihnachtlichen Texten. In diesem Jahr waren es Texte von Christian Morgenstern (Das Weihnachtsbäumlein), von einem unbekannten Verfasser (Eine fröhliche Weihnachtszeit) und "Weihnachtssinne - Sinn der Weihnacht" aus ihrem Buch "Adventsplitter".

In seinen Schlussworten dankte BVV-Vorsitzender Herbert Schlotmann allen Beteiligten ganz herzlich für das Dargebotene. "Sie haben ein musikalisches Festmenue bereitet. [...] Das war kein Fastfood für die Ohren".

Feierlicher Abschluss wie jedes Jahr war das "O du fröhliche", gespielt vom Orchester und gesungen von allen Beteiligten und dem Publikum, das nach zwei Stunden festlich beschwingt durch die winterliche Weihnachtswelt Frintrops nach Hause zog.
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