Kunstspur: Künstler öffneten ihre Ateliers

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Diplom-Designerin Julia Körmendy gewährte in ihrem Atelier auf der Unterstraße einen breitgefächerten Einblick in ihre tägliche Arbeit. (Foto: Brändlein)

Zum 18. Mal öffneten im Rahmen der Kunstspur auch wieder Künstler aus dem Essener Westen ihre Ateliers interessierten Besuchern.

Text und Fotos von Doris Brändlein

Die Ateliers befinden sich in Privathäusern, Ateliergalerien oder in historischen Gebäuden, wie dem Steenkamphof, Ateliersitz der Gruppe 3+.
Die kunstinteressierten Besucher konnten spannende Einblicke in kreative Entstehungsprozesse erhalten oder sich zu eigenen künstlerischen Arbeiten inspirieren lassen.
So auch bei Diplom-Designerin Julia Körmendy, die in ihrem Atelier auf der Unterstraße einen breitgefächerten Einblick in ihre tägliche Arbeit gewährte. Vielen bekannt als Dozentin im Kulturzentrum Schloss Borbeck, zeigte sie am Wochenende eigene Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Digitalprint und Fotografie. „Ich versuche, die Medien übergreifend zu verbinden und es bereitet mir immer wieder Freude, mit Menschen zu arbeiten und mein umfangreiches Wissen weiterzugeben“ erzählt Körmendy.
So fanden sich auch zahlreiche ihrer „Schüler“ in ihrem Atelier ein, „um einen Einblick in das reiche Schaffen der Künstlerin zu erhalten“ wie ein Besucher aus Gelsenkirchen, der einen Zeichenkurs bei Körmendy belegt, berichtet, „und ich muss sagen, es hat sich gelohnt“ ist er überzeugt.
Beim Betreten des Fotostudios von Roberto del Torro, Diplom Foto-Designer, auf der Frintroper Straße wähnt man sich in einer anderen Welt. Schon auf dem Treppenabgang beeindrucken großformatige Schwarz-Weiß Porträts und der stilisierte Stierkopf aus Edelstahl – Hinweis auf den klangvollen Namen des Künstlers.
Im, mit schwarzen Vorhängen verkleideten, Atelier überrascht einen die riesige Videoinstallation mit den Ergebnissen des „Kunstspur-Porträtshootings“.
Eine Idee, die del Torro kurzfristig für das Wochenende verwirklicht hat. „Ich bin zum Baldeneysee gefahren und habe gezielt Leute mit der Frage „Kennen Sie die Kunstspur?“ angesprochen. Dann habe ich von meiner Idee, Porträtaufnahmen für die Kunstaktion zu machen, erzählt. Nach zwei bis drei Stunden hatten wir vierzig Aufnahmen im Kasten und hier sieht man das Ergebnis“ erzählt er stolz. Die kontrastreichen, angeschnittenen, ausdrucksvollen Fotos zeigen seinen ganz eigenen Stil.
„Als Jugendlicher habe ich gemalt, wollte Kunst studieren, habe mich dann aber erst für ein Grafik-Designstudium entschieden, danach noch Foto-Design studiert. Da mich die Kunst aber nie ganz losgelassen hat, möchte ich die Arbeit im Fotostudio mit der Kunst verbinden und auch Ausstellungen veranstalten“ verrät del Torro. Und für die Kunstspur im nächsten Jahr habe ich auch schon neue Ideen – die werden aber noch nicht verraten“ schmunzelt er.
Da die Kunstspur von den Besuchern lebt, die sich auf den Weg begeben, Neues oder Gewohntes zu bestaunen, sind auch die kreativen Marketing-Ideen der Künstler selbst, ein Garant für zahlreiches Publikum.
Und das war auch in diesem Jahr wieder unterwegs in die offenen Ateliers.
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