Leben ist mehr als Gips - Ausstellung "Form & Farbe" eröffnet

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Rina Scheid-Schnabel, Silvia Walkenbach-Mast, Dietlinde Bouvier und Helga Hütten zeigen ab Sonntag in den Räumen der Alten Cuesterey in Borbeck „Form & Farbe“. Bis zum 27. Oktober sind die Bilder und Objekte am Weidkamp zu sehen. Foto: Winkler

Gemälde und Skulpturen aus Ton, Gips und anderen Naturmaterialien. Das kann das Ergebnis sein, wenn vier Frauen gemeinsame Sache machen. Zu sehen sind die Ergebnisse im Rahmen der Ausstellung „Form & Farbe“, die seit Sonntag, 13. Oktober, in der Alten Cuesterey in Borbeck zu sehen ist.

Die beteiligten Künstlerinnen stammen aus unterschiedlichen Ruhrgebietsstädten, Rina Scheid-Schnabel ist die einzige Essenerin. In der Alten Cuesterey am Weidkamp hat sie bereits vor Jahren einmal ausgestellt. Diesmal ist sie die einzige im Bunde, die schwerpunktmäßig auf Malerei setzt.
Helga Hütten, Silvia Walkenbach-Mast und Dietlinde Bouvier präsentieren Skulpturen und Objekte.
Dabei setzen sie ganz unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer Kunst. „Ich brauche Farbe“, verrät Rina Scheid-Schnabel, die erst spät mit der Malerei angefangen hat. Ihre Vorliebe für kräftige, ausdrucksstarke Farbe spiegelt sich in nahezu allen ihren Arbeiten wider. Vor allem die graphischen Arbeiten der Schönebeckerin leben vom Zusammenspiel von Form und Farbe.

Viele Facetten



Die gelernte Porzellanmalerin arbeitet in ihren eigenen vier Wänden. Ihre Experimentierfreude wird beim Betrachten der Werke spürbar. Auch in der aktuellen Ausstellung zeigt Rina Scheid-Schnabel viele Facetten.
Seidenmalerei steht neben Collagen, in denen die Schönebeckerin Hanf oder auch Kieselsteine verarbeitet. Auch Ton wird zunehmend ein Thema.
Für Helga Hütten besteht „das Leben nicht nur aus Gips“. Obwohl sich bei der Oberhausenerin vieles, zumindest künstlerisch, darum dreht. Ihre Objekte beschäftigen sich mit dem Werden und Vergehen, beschreiben Evolutionsprozesse. „Der Gips gibt mir die Möglichkeit, das zu schaffen, was ich möchte. Ich kann hinzufügen und wieder wegnehmen“, erklärt die ehemalige Lehrerin, die mittlerweile seit 30 Jahren künstlerisch aktiv ist.
Dietlinde Bouvier erarbeitet ihre Skultpuren aus Ton. „Aber auch Collagen gehören für mich dazu“, verrät die in Duisburg lebende Autodidaktin, die im Hauptberuf im Öffentlichen Dienst tätig ist.
Silvia Walkenbach-Mast ist die Vierte im Bunde. Sie hat Design studiert und arbeitet rein intuitiv.

Funde vom Rheinufer

Für ihre Kunst nutzt sie Schwämmhölzer, die die Mülheimerin an den Ufern des Rheins findet. Daraus entstehen Stelen und Skulpturen. „Was die Leute darin sehen, überrascht mich immer wieder“, verrät Walkenbach-Mast. „Sie erkennen Wölfe, Vögel oder Fische.“
Besonders fasziniert ist die Produktdesignerin vom Zusammenspiel verschiedener Materialien. Dazu gehören für sie neben Holz auch immer Eisen, Stahl und Glas. Eröffnet wird die Ausstellung der vier Künstlerinnen am Sonntag, 13. Oktober, 11 Uhr.
Bürgermeister Helmut Kehlbreier und Andreas Koerner vom Kultur-Historischen Verein werden die Vernissage eröffnen. Eine musikalische Einstimmung erfolgt durch Nils Wiegel (Gitarre).
Die Finissage beginnt am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr. Thomas Bouvier wird an diesem Nachmittag „Heiteres und Nachdenkliches zum Thema Kunst“ lesen.

Die Austellung „Form & Farbe“ ist in der Alten Cuesterey, Weidkamp 10, vom 13. bis 27. Oktober zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr.

Von Julia Wieczorek
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