Leon spielt den Florian im Musical "Ich war noch niemals in New York" im Colosseum

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Leon legt derzeit Richtung New York ab. (Foto: Debus-Gohl)
 
Sechs Jungen zwischen neun und 14 Jahren haben sich im Casting durchgesetzt. (Foto: Debus-Gohl)

"Schenk´ noch mal ein!", verlangt Leon mit aller Schmacht um ein weiteres Glas vom "Blut der Erde", dabei ist noch niemals ein Tropfen Wein über die Lippen des Elfjährigen gegangen. Der Bedingrader ist Kinder-Star im Udo Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York". Bis 11. Dezember läuft die Show im Colosseum Theater.

Kick, kick, klatschen, Sprung - und Pose! Vier Wochen vor dem Start der Shows in Essen sind für Leon und seine Mitstreiter die Proben gestartet. Die Premiere hat das Ensemble mit Bravour gemeistert. An sechs Tagen die Woche läuft die Show, samstags und sonntags gibt es zwei Vorstellungen. Kinder-Coach Jana Nagy war von Anfang an begeistert von ihren Jungs. Lediglich ein bisschen mehr Ehrgeiz könnten die Jung-Darsteller für ihren Geschmack an den Tag legen. "Die sind so verdammt cool, das macht mir schon fast ein bisschen Angst", lacht die Mentorin.

"Kopf ausschalten und lachen!", rät Jana Nagy


Für die Rolle des Florian ist das aber genau die richtige Einstellung. "Das ist ein lustiger Typ, ganz gechillt", wissen die Jungs. Der Sohn von Axel Staudach ist eine echte Hauptrolle mit ordentlich viel Bühnenpräsenz und richtig viel Text. "Das finde ich auch am schwierigsten", gibt Leon zu. Mit Tanz und Gesang hat er dagegen keine Probleme, schließlich bringt er bereits Erfahrungen aus "Vom Geist der Weihnacht" mit, ist nur knapp vor den sogenannten Blind Auditions im Fernsehformat "The Voice Kids" gescheitert, singt im Schulchor und tanzt HipHop in der Tanzschule "Tanz im Glück" in Frintrop.

Auch der kleine Bruder mischt im Musicalgeschäft mit


Und das geht alles parallel zur Schule? "Klar!", ist der Don-Bosco-Gymnasiast, dessen kleiner Bruder ebenfalls schon im Musical-Geschäft mitmischt, ganz unbesorgt. "Okay, so ein Tag wie heute ist schon stressig, da hatte ich zusätzlich zur Probe auch noch ein Live-Interview bei Radio Essen", räumt er ein. Aber glücklicherweise fielen ja zwei der vier Probewochen in die Herbstferien. Und um die Kinder-Darsteller etwas zu entlasten, ist der Florian schließlich auch sechsfach besetzt. "So steht jeder Junge nur ein bis zwei Mal wöchentlich auf der Bühne", erklärt Nagy. "Und natürlich habe ich auch immer ein Backup, falls ein Kind mal nicht spielen kann."

Kreuzfahrtschiff fährt noch bis zum 11. Dezember


Dass ihre kleinen Schüler, wenn das Rampenlicht angeht und das Kreuzfahrschiff ablegt, trotz aller Aufregung stets souverän abliefern, macht den Kindercoach stolz. "Manche von ihnen haben das Stück bis zum Auftritt nicht ein einziges Mal komplett durchgeprobt", verrät sie, man sei schließlich nur alle zwei Tage für jeweils zwei Stunden zusammen gekommen. "Aber die sind einfach der Wahnsinn!", ist sie voller Hochachtung für ihre Gruppe.
Für seine Leistung wird Leon natürlich nicht nur mit Wertschätzung sondern auch finanziell mit einer kleinen Summe entlohnt. Davon landet ein großer Teil auf dem Sparbuch. "Aber ich durfte auch mal in die Kasse greifen für ein neues Konsolenspiel", grinst er zufrieden. Um dann wieder zur Luftgitarre zu greifen, und "auf heißer Typ" zu machen. Die Show muss eben weitergehen. "Oho, oho, oho." Leon Mlakar aus Bedingrade spielt eine der Hauptrollen im Udo Jürgens-Musical. Seine Songs trällert er auch mit, wenn sie im Radio gespielt werden.

Hintergrund:
Das Musical "Ich war noch niemals in New York" mit 20 der größten Hits von Udo Jürgens feierte 2007 Uraufführung in Hamburg.
Über vier Millionen Zuschauer sahen die Show bereits in Hamburg, Stuttgart, Oberhausen, Berlin, in Österreich (Wien), der Schweiz (Zürich) und sogar in Japan (Tokio).
Bis 11. Dezember gastiert das Musical im Colosseum Theater in Essen. Eintrittskarten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Das Musical
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