Am Don-Bosco wird fürs Leben gelernt

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Der Unterstufenchor unter der Leitung von Amber Ebert gestaltete den morgendlichen Festakt in der festlich geschmückten Turnhalle der Schule musikalisch mit. Fotos: Debus-Gohl
 
Hoher Besuch zum runden Schulgeburtstag: Schulleiter Lothar Hesse (l.) und der Direktor des Johannesstiftes Otto Nosbisch (r.) konnten Oberbürgermeister Thomas Kufen und Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in Borbeck begrüßen.

'In jedem jungen Menschen, auch in dem allerschlimmsten, gibt es einen Punkt, wo er dem Guten zugänglich ist, und so ist es die erste Pflicht des Erziehers, diesen Punkt, diese empfängliche Stelle des Herzens, zu suchen und zu nutzen.' Dieser Leitgedanke von Giovanni Bosco, katholischer Priester und Ordensgründer der Salesianer Don Boscos, ist die Grundlage der Erziehung am Don Bosco Gymnasium in Borbeck.

Eine ganze Woche wird nun der 50. Geburtstag des Gymnasiums mit verschiedenen Aktionen gefeiert. Den Auftakt zum Festakt am Montag bildete ein Gottesdienst, gehalten von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck. Danach versammelten sich viele Ehemalige, Freunde, Förderer, Eltern, Lehrer und Verbundene in der festlich geschmückten und umgestalteten Turnhalle, wo das Schulblasorchester, unter der Leitung von Michael Meuers, mit dem Musikstück „Land of Hope and Glory“ das Publikum einstimmte.

OB Kufen in Lehrerin verknallt

Nelli Lorenz (5b) und Leonard Held (9b) moderierten souverän die Feier und auf die Frage von Leonard an Provinzial Pater Josef Grünner „Gibt es eine besonders schöne Erinnerung, die Sie an Ihre eigene Schulzeit haben?“ antwortete dieser, zur Freude aller Anwesenden, mit nur einem Wort: „Ferien!“
Pater Josef Grünner betont in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Standortes Essen für die Salesianer: „Dies ist ein Ort, an dem salesianische Arbeit gut möglich ist." Für alle Beteiligten gab´s ein dickes Dankeschön für die engagierte pädagogische und pastorale Arbeit.
Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen, der zwei Jahre seiner Schulzeit am Don Bosco Gymnasium verbracht hat und sich noch immer an die gute Schulgemeinschaft und den hohen Leistungsanspruch erinnert, darf vor seinem Grußwort eine persönliche Frage von Nelli beantworten: „Hatten Sie einen Lieblingslehrer?“ Der Oberbürgermeister muss nicht lange überlegen: „Ja, meine erste Lehrerin in der Grundschule war eine tolle Frau, ich wollte sie heiraten“, antwortet er schmunzelnd.
Im Namen der Stadt Essen betont er: „Wir könnten uns Borbeck ohne die Padders gar nicht vorstellen, wir sind verbunden und werden weiter daran arbeiten."
Kufen spannt in seiner Rede einen weiten Bogen. Globalisierung sei durch Unübersichtlichkeit gekennzeichnet, erklärt er, gerade deshalb sei es umso wichtiger, auf der einen Seite offen zu sein, auf der anderen aber auch die eigene Kultur, Sprache und Religion schätzen zu lernen. "Eine klare Orientierung bei der Ausbildung zu vermitteln und jungen Menschen eine Perspektive zu bieten, das ist für mich ein wichtiger Erziehungsauftrag."

Soziale Komponente

Der Unterstufenchor unter der Leitung von Amber Ebert und ein Schüler-Quartett leiten musikalisch über zur Festrede von Schulleiter Lothar Hesse. Er gibt einen bildungspolitischen Rückblick von den Anfängen des Gymnasiums und zeigt auf, was sich in der Bildungslandschaft bis in die heutige Zeit alles verändert hat. Hesse, wie auch Pater Otto Nosbisch, Direktor des St. Johannisstiftes, machen deutlich, dass neben Bildung und Erziehung auch die sozialen Komponenten ein Markenzeichen des Borbecker Gymnasiums sind.
Streitschlichter, Sporthelfer, Unterstufenpaten, Schulsanitäter, Technik-AG sind nur einige Bereiche, in denen sich Schüler und Ehemalige für andere engagieren.
Mit der Don-Bosco-Band unter der Leitung von Ferdinand Schuch und den Solistinnen Smilla und Noemi Kampmann verabschieden die Akteure die Gäste und laden zu Begegnung und von Schülern liebevoll hergestelltem Imbiss ein.
Viele bedauern, dass die Benefizveranstaltung am 30. Juni schon ausverkauft ist. Atze Schröder lernte auf einer Geburtstagsfeier im privaten Rahmen Pater Otto Nosbisch kennen. Da er die Arbeit gut und wichtig findet und sich seit Jahren selbst sozial engagiert, war er schnell bereit, mit seinem neuen Programm „Richtig fremdgehen“ in der Schulturnhalle aufzutreten. Und das ohne Gage! Der Erlös kommt dem Selbstlernzentrum der Schule zugute.

Text: Doris Brändlein
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