Borbeck: Kinderkleiderkammer in der Kita Himmelszelt ist Angebot für den ganzen Stadtteil

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Annette Reekers freut sich über das zusätzliche Angebot, das die Kita Himmelszelt den Menschen im Stadtteil macht. (Foto: Koppelmann)
Essen: Evangelisches Familienzentrum Himmelszelt |

Wer kennt das nicht: Morgen wollen die Kindergartenkinder einen Ausflug machen, der Wetterbericht kündigt Regen an – und ausgerechnet jetzt hat die Regenhose einen Riss oder die Gummistiefel sind undicht? Eltern im Stadtteil Borbeck haben Glück: Wer keine Möglichkeit hat, sofort in einem Geschäft den passenden Ersatz neu zu kaufen, kann sich an die Kinderkleiderkammer im Evangelischen Familienzentrum Himmelszelt wenden.

Gute und günstige Kinderkleidung bis Größe 158

Seit etwa einem Jahr gibt es im Untergeschoss der Kindertagesstätte am Termiedenhof 18 einen kleinen Raum, der für Eltern, die auf der Suche nach gebrauchten, guten und günstigen Klamotten für die Kleinsten sind, eine wahre Fundgrube ist: Auf wenigen Quadratmetern, an fünf Kleiderständern und in gut gefüllten Regalen, die bis unter die Decke reichen, hängen und liegen Jacken, Hosen und Kleider, stapeln sich T-Shirts und Pullover – angefangen von den kleinsten Kindergrößen bis zur Größe 158. Die Gummistiefel stehen dicht an dicht aufgereiht in verschiedenen Farben ganz oben; auch Fahrradhelme und Spielzeug sind im Angebot. Alles sieht sehr gepflegt aus. Abgegeben werden Kleidung und Spielzeug für einen eher symbolischen Preis: Socken kosten nur fünf Cent, Jacken schon mal 1,50 Euro. Wichtig ist das kleine Entgelt trotzdem, findet Annette Reekers, die das Himmelszelt leitet: „Manche Menschen denken sonst, dass die angebotene Kleidung nichts wert ist.“

Eine Kindergartenmutter kümmert sich um das Angebot

Die Idee für die Kinderkleiderkammer hatte sie schon länger. „Immer öfter haben wir festgestellt, dass es in unserem Stadtteil einen Bedarf dafür gibt. Wir wollten keine Konkurrenz zu Kleidergeschäften aufbauen, sondern verstehen uns als zusätzliches Angebot für den Stadtteil.“ Zunächst fehlte der Kita-Leiterin jedoch jemand für die Umsetzung – bis sie schließlich in Manuela Herzog eine engagierte Kindergartenmutter fand, die sich der Idee aus vollem Herzen und mit großem persönlichen Einsatz annahm. Unterstützt von Plus-Kita-Kraft Sandra Prante richtete Manuela Herzog den Raum ein und sammelte erste Kleiderspenden. Seitdem sortiert und dekoriert sie die Kleidung und spricht nebenbei auch gleich mögliche Kunden an, immer sensibel und ganz unkompliziert. Schnell stieg die Nachfrage, es gibt pfiffige Rabattaktionen („Nimm drei Artikel, zahle zwei!“) und Sonderangebote.

Ein Service für den ganzen Stadtteil

Nachdem sich die Kinderkleiderkammer nun bewährt hat, soll der große Kühlschrank im Raum weiteren Regalen weichen und auch ein Hinweisschild über der Tür wird es geben. Annette Reekers ist wichtig, dass die Kinderkleiderkammer nicht nur ein Angebot für die eigenen Kindergarteneltern ist, sondern dem ganzen Stadtteil zur Verfügung steht: „Kein Kind, das hier wohnt, soll mit nassen Füßen auf dem Spielplatz spielen, mit zerrissenen Hosenbeinen einen Ausflug machen oder mit einer kaputten Jacke zum Kindergeburtstag gehen müssen.“ Die Kinderkleiderkammer im Evangelischen Familienzentrum Himmelszelt hat dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet; wer im Angebot stöbern will, kann an diesen Tagen einfach in der Einrichtung am Termiedenhof 18 vorbeischauen.
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