Dionysius-Messdiener feiern 30-jähriges Herbstlager-Jubiläum

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Aktive und Ehemalige feierten gemeinsam in St. Dionysius. Foto: Debus-Gohl

Im römisch-katholischen Gottesdienst übernehmen Messdiener eine Reihe von Aufgaben. Beispielsweise in der Gestaltung der kirchlichen Jugendarbeit. Was Messdiener aber auch gut können, ist feiern. Und dazu hatten die aktuellen und ehemaligen Ministranten der Pfarrgemeinde St. Dionysius in Borbeck einen außergewöhnlichen Grund.

Klaus Schütz und Thomas Niehaus waren vor 30 Jahren als Gruppenleiter der Messdiener in der Gemeinde aktiv. Es war ihre Idee, ein Herbstlager für die "Minis" zu veranstalten. Ein Haus im Münsterland war schnell gefunden. „Mitten in der Wildnis und die Gefahr, etwas kaputtzumachen, war gering“, erinnert sich Niehaus. Die beiden Gruppenleiter bereiteten die Woche gut vor. Mit einem Kleintransporter brachten sie vorab Fahrräder zum Haus und erkundeten die Gegend. 40 Ministranten waren bei der Premiere dabei. Und hatten Spaß.
Die damalige Fahrt war ein voller Erfolg. Bis heute wird sie jedes Jahr in den Herbstferien durchgeführt.
In 2017 jährt sich das Datum der Premierenfahrt zum 30.sten Mal. Ein Anlass für die jetzige Leiterrunde, das Jubiläum richtig zu feiern. „Wir haben alle Ehemaligen dazu eingeladen", berichtet Matthias Gröbner. Es wurde ein großes Wiedersehen. Für Live-Musik sorgte Solokünstler Samotta mit seiner Gitarre. Auch der frühere Vikar Norbert Linden, jetziger Pastor von St. Nikolaus in Stoppenberg, wurde freudig begrüßt. Er musste sich aber erst mal mit einer Grillwurst stärken, bevor er sich ins Getümmel stürzte.

Tapetenkleister über den Kopf

Andreas Stölker, der 1986 als Messdiener in St. Dionysius angefangen hatte, erinnert sich noch besonders gut an die Herbstfahrt im Jahr 1998. „Wenn die Messdiener so mit 17, 18 Jahren in die Gruppenleitung wechseln, gibt es einen besonderen Brauch – die Leitertaufe. Mal bekam der Täufling einen Eimer Wasser über den Kopf, mal musste er durch den Schlamm robben“, erzählt Stölker.
Für den neuen Leiter Andreas hatten sich die Kids etwas ganz Besonderes ausgedacht. Er wurde mit verbundenen Augen auf einen Stuhl gesetzt, dann goss man ihm warmen Tapetenkleister über den Kopf und schüttete ein aufgeschnittenes Federkissen darüber aus. „Gott sei Dank konnte ich danach gleich unter die Dusche und bekam das klebrige Zeug wieder weg“, schmunzelt er. Diese Erlebnisse haben Andreas Stölker aber nicht davon abgehalten, weiter Messdiener zu sein. Seit 1998 leistet er seinen Dienst als Ministrant im Dom zu Essen.

Text: Doris Brändlein
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