Don Bosco Gymnasium: Zum "Fünfzigsten" kommt Atze

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Der Abend mit Atze ist bereits komplett ausverkauft. (Foto: Veranstalter)
 
Eine Luftaufnahme zeigt die Schule in den 1960er Jahren. (Foto: DGB)

Das Don Bosco Gymnasium in Borbeck feiert Geburtstag. 50 Jahre alt wird die Schule an der Theodor-Hartz-Straße in diesen Tagen. Und auf der Liste der geladenen Gäste steht neben Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Oberbürgermeister Thomas Kufen auch Comedian Atze Schröder. Der hat sich allerdings nicht zum Festakt in der kommenden Woche angekündigt. Er informiert in der Schulturnhalle am 30. Juni über "Richtig fremdgehen".

Die Benefizveranstaltung zugunsten des Selbstlernzentrums der Schule ist allerdings bereits seit Wochen ausverkauft. Bei knapp 700 Plätzen ist das ja auch kein Wunder.
Die Geschichte des Johannesstifts und damit auch die des Don Bosco Gymnasiums geht in Borbeck allerdings weit in die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts zurück. Im Sommer 1921 - so ist es in der Chronik nachzulesen - gründeten die Salesianer Don Boscos in Borbeck ihre erste Niederlassung im Norden des Deutschen Reiches.
An der Borbecker Straße 1 wurde ein Lehrlings- und Knabenheim eröffnet.

Kommunisten vermuteten nichts Gutes


Schwerpunkt war zunächst die kirchliche Jugendarbeit. Es ging um eine sinnvolle Freizeitgestaltung, es gab Musik-, Theater-, Film- und Lichtbildervorträge. Doch das Wirken der Ordensleute kam nicht überall gut an. Die kommunistische Zeitung Ruhr-Echo machte die "Jesuitenschliche" im Oktober 1929 zum Thema. Die Redaktion vermutete hinter den Angeboten ein gekauftes Angebot der Großindustriellen, "die ein Interesse daran haben, dass die Proletarier vom Klassenkampf abgelenkt und von der Kirche eingeschläfert werden."
1923 schon wurde die Tätigkeit der Borbecker Niederlassung erweitert. Das Interesse an dem Lehrlingsheim war begrenzt, man nahm nun den Bereich schulische Ausbildung hinzu. Es entstand die "Studienanstalt für Mariensöhne". Spätberufene konnten sich in Borbeck auf das Priesteramt vorbereiten. "Die private Ergänzungsschule", so erklärt Georg Schrepper, Pädagoge am DGB, "war Vorläufer des heutigen Don-Bosco-Gymnasiums." Untergebracht waren die Schüler in einem Internat, das erst 1991 geschlossen wurde.

Keine staatliche Förderung


Die eigentliche Schulgründung erfolgte nach schweren Jahren. Nicht nur bedingt durch NS-Herrschaft und Krieg. Auch die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Salesianer waren schwierig. "So fehlte dem Johannesstift beispielsweise die staatliche Anerkennung als Aufbauschule. Es gab keine Unterstützung, keine staatlichen Mittel. Zudem durfte nur bis zur Untersekunda unterrichtet werden, dann mussten die abiturwilligen Schüler das benachbarte Gymnasium Borbeck oder aber ein anderes Gymnasium besuchen", so Georg Schrepper weiter.
Der offizielle Startschuss für das Don Bosco Gymnasium erfolgte am 20. April 1966. Der Schulbetrieb startete mit 99 Schülern in insgesamt vier Klassen. 13 Lehrer, darunter fünf Salesianer ohne staatliche Examen unterrichteten an dem nun staatlich anerkannten Aufbaugymnasium.

Schule wuchs nach Gründung schnell


Mit Gründung der Schule wurden zahlreiche Umbau- und vor allem Erweiterungsmaßnahmen notwendig. 1968 wurde der Aschensportplatz fertiggestellt, 1970 die Turn- und die Pausenhalle. Die junge Schule wuchs schnell. Mitte der 1970er-Jahren besuchten bereits knapp 600 Schüler das Don Bosco Gymnasium. Ein Neubau musste die Platzprobleme lösen. 17 zusätzliche Klassenräume entstanden. Das Modell Aufbaugymnasium lief in den 1980er Jahren aus. "Einfach weil immer weniger Kinder nach der Erprobungssstufe von der Haupt- oder Realschule zum Gymnasium weiterempfohlen wurden".
Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Schule war die Koedukation. Auf der Schulkonfernez am 3. Juli 1998 wurde die Entscheidung getroffen, am Don Bosco künftig auch Mädchen zu unterrichten. Die reine Jungenschule war Geschichte. Die ersten Mädchen wurden zum Schuljahr 1999/2000 aufgenommen. Im Jubiläumsjahr sind es knapp 800 Schülerinnen und Schüler, die die katholische Privatschule in Trägerschaft der Salesianer besuchen. Und sie werden den 50. ihrer Schule kräftig mitfeiern.

Festakt und Schulfest


Den Festakt am kommenden Montag, 27. Juni, und natürlich das große Schulfest, das am Samstag, 2. Juli, ganz im Zeichen des Jubiläums stehen wird. Atze Schröder tritt im Rahmen einer Benefizveranstaltung am 30. Juni am Don-Bosco-Gymnasium auf. Die Karten für den Abend sind allerdings komplett ausverkauft - seit Wochen.

Wer mehr über die Geschichte der Salesianer und ihrer Schule wisse möchte, findet in der neuen Festschrift zum 50. Geburtstag auf 170 Seiten spannende Infos zur Historie, alle Klassen und Fachschaften im Bild, Wissenswertes über die Schwerpunkte, die am DBG wichtig sind und einen Überblick über das unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebot. Die Festschrift ist ab sofort für 10 Euro im Sekretariat der Schule, Theodor-Hartz-Straße 15, erhältlich.
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