Dürerschüler machen sich Gedanken über ihre Zukunft

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Traumberufe ändern sich. Zumindest, wenn man erst zehn Jahre alt ist. Ben beispielsweise wollte vor einem Jahr noch unbedingt Feuerwehrmann werden. Heute stellt er sich vor, später einmal als Pilot um die Welt zu jetten.

Der junge Mann mit den großen Zukunftsplänen besucht derzeit die Klasse 4a der Dürerschule. Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden beschäftigt er sich seit knapp einem Jahr immer mal wieder mit dem Thema. Hintergrund ist das Projekt „Wenn ich einmal groß bin“, das der „Projektraum Rainer Freischlad“, eine ehrenamtliche Initiative, die Kunstprojekte an Grundschulen entwickelt, durchführt und finanziert, an der Schule umsetzt.
Insgesamt nehmen Klassen aus drei Borbecker Grundschulen an dem Projekt teil, formulieren bildnerisch ihre „Wunschperspektive Zukunft“. Ben, Lyn, Sarah und Chayenne haben Traumberufe, Hobbies und ihre Vorstellungen von Familienplanung auf Leinwand gebannt.

Profikarriere als Eishockeyspieler und zehn Kinder

„Ich hab mich mit meinen zehn Kindern gemalt“, verrät Nico. „Inzwischen hab ich mir aber überlegt, dass ich später doch lieber Profispieler in der Eishockey-League werden möchte.“ Ob damit die Idee der Großfamilie vom Tisch ist, wollte der begeisterte Sportler nicht verraten. Sein Freund John möchte in jedem Fall Fußballprofi werden, am besten so ein berühmter wie sein großes Vorbild Neymar. „Wenn das nicht klappt, dann werd ich Sanitäter, so wie meine große Schwester“, zieht John gleich einen Plan B aus dem Hut.

Traumberuf Schauspielerin

Krankenschwester, Ärztin, Tierpfleger oder Tänzerin stehen ebenfalls hoch im Kurs der Grundschüler. Sarah würde gerne Schauspielerin werden. „In so einer Serie wie Violetta.“ Aber auch Kindergärtnerin wäre nicht schlecht. „Wenn wir Besuch bekommen, passe ich immer auf die Kinder auf. Das macht mir Spaß und ich kann das auch ganz gut“, berichtet sie selbstbewusst. Laura und David sind die einzigen, die im Laufe der Monate bei ihrem Berufswunsch geblieben sind. Als Schneiderin und Fechtlehrer sehen sie sich in ihrer Zukunft.

Kinder bereiten Pressekonferenz vor

Irmgard Freischlad besucht die Klasse 4a der Dürerschule regelmäßig und begleitet sie während des kompletten Projekts. „Es ist schon toll, welche Gedanken sich die Kinder machen und wie unterschiedlich sie diese in ihren Collagen umsetzen.“ An diesem Vormittag wird allerdings nicht gemalt. Es geht vielmehr um einen ganz besonderen Tag - für die Kids der 4a und alle Projektbeteiligten. Stattfinden wird der Anfang Februar in der Alten Cuesterey in Borbeck. „Dann gibt es eine Pressekonferenz“, wissen Noa und Ashanti. „Für die Ausstellung mit all unseren Bildern.“

Redakteurin und Fotograf stehen Rede und Antwort

Als Vorbereitung auf den Pressetermin holen sich die Grundschüler Infos aus erster Hand. „Was wollen die Journalisten denn dann genau von uns wissen“, löchern mich die Kids. Gemeinsam mit Borbeck Kurier Fotograf Winfried Winkler bin ich zu Gast an der Gemeinschaftsgrundschule. Knapp eineinhalb Stunden lang stehen wir den aufgeweckten Grundschülern Rede und Antwort.
„Sitzen wir an einem Tisch oder schauen wir uns gemeinsam unsere Bilder an?“, möchten Laura und Joulina Genaueres über den Ablauf der Pressekonferenz wissen. Verständlich, denn gemeinsam mit Lyn und Noa werden die beiden beim Termin in der Cuesterey mit dabei sein.
Andere sind während der Ausstellung im Einsatz. „Sie übernehmen weitere Aufgaben“, berichet Irmgard Freischlad, „stehen für Führungen zur Verfügung oder betreuen das Kunstcafé.“ In unser gemeinsamen Stunde geht es jetzt aber erst mal um Interviews und die Vorbereitung einer Presseeinladung. Die Kids sind mit Feuereifer bei der Sache. Ich bin mir sicher, sie werden auch die letzten Hürden nehmen und in knapp 14 Tagen auf all unsere Fragen rund um das Thema „Ausstellung“ bestens vorbereitet sein.
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